Ortsbeauftragter Gerold Imhof (von links) und Marius Rehberg (Leiter PSNV). Foto: Johanniter

Die Horber Johanniter suchen personelle Unterstützung, um das Team auszubauen. Sie sind seit kurzem auch im Bevölkerungsschutz für die überregionale Betreuung in Großlagen zuständig.

Bei schweren Unfällen, Gewalttaten und Todesfällen sind Betroffene oft in einer psychischen Ausnahmesituation, die sogar traumatisierend sein kann.

 

Hier benötigen sie möglichst schnell unbürokratischen Beistand, um die Situation einigermaßen selbst bewältigen zu können. Der Kreis der Betroffenen umfasst dabei nicht nur direkt vom Unglück Betroffene und Angehörige, sondern auch Menschen, an die man nicht sofort denkt: Ersthelfer, Zeugen, Retter, aber auch Verursacher.

Damit man für diese Menschen dauerhafte Belastungen verhindern oder mildern kann, muss man sich um sie kümmern. In der Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV) leistet man Akuthilfe in den ersten Stunden des Notfalls. Die PSNV wird im Landkreis Freudenstadt ehrenamtlich von der Notfallseelsorge, dem Notfallnachsorgedienst und dem Kriseninterventionsteam der Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) in Horb übernommen.

Bis jetzt teilt sich ein kleines Team Bereitschaftszeiten

Die Horber Johanniter suchen jetzt weitere Unterstützung, um das Team auszubauen. „Bis jetzt sind wir ein kleines Team, das sich die Bereitschaftszeiten teilt. Da wir aber seit kurzem auch im Bevölkerungsschutz für die überregionale Betreuung in Großlagen zuständig sind, würde uns Verstärkung gut tun. Hierfür haben wir vom Land Baden-Württemberg sogar ein spezielles Einsatzfahrzeug erhalten“, so Ortsbeauftragter Gerold Imhof.

Die Tätigkeit in der PSNV ist allerdings nicht für jeden geeignet. Eine verantwortungsvolle und gründliche Personalauswahl ist Ausdruck der Fürsorge- und Sorgfaltspflicht der JUH für ihre Mitarbeiter und Ehrenamtlichen, deshalb gelten entsprechende Kriterien: Sensibles und offenes Zugehen auf andere Menschen, soziale Kompetenz, guter Umgang mit Stress- und Belastungssituationen, Teamfähigkeit, Offenheit, Toleranz, Verlässlichkeit und die Bereitschaft zur längerfristigen ehrenamtlichen Mitarbeit.

Dankbar für Ehrenamtliche mit Tagesverfügbarkeit

Das Mindestalter beträgt 24 Jahre, nach oben gibt es keine Grenze. Dankbar ist man auch für Ehrenamtliche mit Tagesverfügbarkeit, was aber keine Bedingung ist. Ein Führerschein (PKW) muss vorhanden sein.

Die Kosten für die umfangreiche Ausbildung übernehmen komplett die Johanniter. Die Ausbildung ist auf drei Wochenenden verteilt. Nach der Grundausbildung vom 14. bis 16. November und 22./23. November erfolgt eine Hospitationsphase. Der Aufbaukurs folgt dann im Frühjahr oder alternativ im Herbst 2026.

Interessenten dürfen sich beim Ortsbeauftragten Gerold Imhof unter gerold.imhof@johanniter.de oder Telefon 07452/88786-40 melden. Auch für andere Tätigkeiten (Sanitätsdienst/Bevölkerungsschutz/Jugendarbeit) sind Helfer willkommen.