Johan Manzambi ist der Shootingstar des SC Freiburg – nun geht für den Schweizer mit der WM-Teilnahme ein Kindheitstraum in Erfüllung. Foto: Tom Weller/dpa

Mit einem Marktwert von 50 Millionen Euro ist Johan Manzambi der teuerste Spieler aller Zeiten beim SC Freiburg. Bei der WM kann er weiter auf sich aufmerksam machen.

Viel rasanter kann der Aufstieg eines jungen Spielers wohl kaum verlaufen: Vor etwas mehr als zwei Jahren spielte Johan Manzambi mit der zweiten Mannschaft des SC Freiburg noch in der dritten Liga, vor wenigen Tagen stand er mit den Breisgauern im Finale der Europa League.

 

An der 0:3-Niederlage gegen Aston Villa konnte der 20-jährige Schweizer zwar auch nichts ändern. In einer an diesem Abend harmlosen Offensive war Manzambi jedoch einer der Besseren.

Ein nachhaltiges Bewerbungsschreiben für die großen Clubs war das größte Spiel in Manzambis junger Karriere zwar nicht. Doch brauchte es das überhaupt? Denn in nur einer Saison – seiner ersten kompletten bei den Profis – dürfte sich der variabel einsetzbare Mittelfeldspieler bei zahlreichen Vereinen auf die Scoutingliste gespielt haben. Nicht zuletzt wegen seiner Tore gegen den FC Bayern München in der Bundesliga oder Sporting Braga im Halbfinal-Rückspiel der Europa League.

Mit der WM-Teilnahme geht ein Traum in Erfüllung

Und als wären das nicht genug Höhepunkte für den 20-Jährigen, der 2023 von seinem Jugendclub Servette Genf nach Freiburg wechselte, geht in diesem Sommer ein „Traum seit Kindertagen“ in Erfüllung: die Teilnahme an der Weltmeisterschaft. Denn natürlich sind auch Murat Yakin, Trainer der Schweizer Nationalmannschaft, Manzambis Leistungen beim SC Freiburg nicht verborgen geblieben – mittlerweile hat er zehn A-Länderspiele absolviert.

Ob als Joker oder Starter – Manzambi ist bereit

Beim Großturnier in den USA, Kanada und Mexiko sollen weitere hinzukommen. Ob von Beginn an oder als Joker spielt für den Youngster dabei keine Rolle. „Wir haben eine sehr gute Gruppe mit sehr viel Qualität. Wenn ich eingewechselt werde, werde ich bereit sein“, sagte Manzambi am Mittwoch bei einer Pressekonferenz des Schweizer Verbands.

Johan Manzambi spielt im Team von SC-Trainer Julian Schuster eine wichtige Rolle. Foto: Philipp von Ditfurth/dpa

Dass diese just an dem Tag angesetzt war, an dem das Portal „transfermarkt.de“ die neuen Marktwerte der Bundesliga-Spieler veröffentlichte, dürfte Zufall gewesen sein. Und doch war es perfektes Timing der „Nati“. Denn Manzambis Marktwert kletterte von 35 Millionen Euro auf nun – für Freiburger Verhältnisse – schwindelerregende 50 Millionen Euro.

Der teuerste SC-Freiburg-Spieler aller Zeiten

Damit ist er in diesem Ranking (das sicherlich mit Vorsicht zu genießen ist und nicht zwangsläufig ein Spiegelbild der real gezahlten Ablösesummen darstellt) der teuerste SC-Spieler aller Zeiten. Ernsthafte Zweifel daran, dass er früher oder später zum Freiburger Rekordtransfer werden wird, gibt es nicht.

Vergleich mit Weltstar

Denn Manzambi, den die „Süddeutsche Zeitung“ bereits mit dem früheren niederländischen Starspieler Edgar Davids verglich, dürfte eine große Karriere vor sich haben, die wohl kaum im beschaulichen Breisgau enden wird.

Das sagt Manzambi zu seinem Marktwert

Manzambi selbst kommentierte seinen Marktwert allerdings nüchtern: „Wenn er hochgeht, heißt das, dass ich es gut mache“, sagte er. Der genaue Wert sei ihm egal, er wolle nur das Beste geben, sagte der Mittelfeldspieler, der von der UEFA zur „Entdeckung der Saison“ in der Europa League gekürt wurde.

Will auch im Nationaldress überzeugen: der Schweizer Johan Manzambi (rechts). Foto: Tom Weller/dpa

Wann er den nächsten Schritt gehen wird, ist jedoch derzeit noch vollkommen offen – erst im Juni 2025 verlängerte er seinen Vertrag, der dadurch eine Laufzeit bis 2030 hat. „Egal welche Liga, ich will einfach Fußball spielen“, sagte Manzambi auf die Frage nach seinem Traumverein. Fans des SC Freiburg müssen daher „keine Angst haben, weil ich bin noch ein Spieler von Freiburg“.

Zum Auftakt trifft die Schweiz auf Katar

Sein ganzer Fokus gilt nun der WM, die für die Schweiz am 13. Juni mit dem Auftaktspiel im kalifornischen Santa Clara gegen Katar beginnt. Dort kann Manzambi auf der ganz großen Bühne weiter auf sich aufmerksam machen.