Joel MoglerFoto: Kraushaar Foto: Schwarzwälder Bote

Fußball: VfL Nagold mit 2:1 gegen TSG Tübingen erfolgreich

Im letzten Testspiel vor der 1. WFV-Pokalrunde besiegte Landesligist VfL Nagold den Verbandsligisten TSG Tübingen – dank einer überragender Leistung von Torhüter Joel Mogler, der für den verletzten Bubacarr Sanyang ins Spiel zurückkehrte und alles hielt, was auf sein Tor kam.

VfL Nagold – TSG Tübingen 2:1 (1:0). Tore: 1:0 Kai Sieb (24.), 2:0 (53.) Chris Wolfer, 2:1 (61.). Noah Dörre. "Ich denke, ein 2:2-Unentschieden wäre gerecht gewesen. Aber was Joel Mogler in der zweiten Halbzeit gehalten hat, verdient die Marke ›unbesiegbar‹", wusste Nagolds Trainer Armin Redzepagic, bei wem er sich am Ende der 90 Minuten zu bedanken hatte. Torhüter Mogler hatte in der letzten halben Stunde zahlreiche hochkarätige Chancen der TSG-Angreifer vereitelt und so den Sieg für den Landesligisten ermöglicht.

Der 2:1-Heimsieg im Testspiel zwischen dem VfL Nagold und Verbandsligist TSG Tübingen lieferte erneut den Beweis, dass die Elf von Redzepagic gegen höherklassige Mannschaften mithalten kann. Über weite Teile der Partie waren die Gastgeber mindestens gleichwertig, die 1:0-Pausenführung unter dem Strich sogar verdient. Daran beteiligt waren zwei Spieler, die sich im Kampf um einen Platz in der Startelf für das Verbandspokalspiel gegen den VfL Pfullingen besonders reinhängten. Perparim Halimi war auf der Außenposition ein ständiger Unruheherd und brachte Tim Herrmann an den Rand einer Auswechslung, und über rechts spielte Kai Sieb ordentlich. Er traf in der 24. Minute zum Führungstreffer auf Vorarbeit von Halimi.

Die TSG hatte bis dahin getan, was nötig war, schaltete nach dem Rückstand aber einen Gang höher. Der starke Noah Dörre gab in der 31. Minute einen Warnschuss ab, im Gegenzug hätte Johannes Fleischle auf 2:0 stellen können. Sein Schlenzer in Richtung langes Eck war einen Treffer wert. Danach war aber wieder die TSG an der Reihe. Innerhalb weniger Minuten zischten drei "Granaten" von Lukas Behr über den Kasten von Joel Mogler.

Im zweiten Abschnitt legte der Verbandsligist noch einen Zahn zu, Mogler rettete in höchster Not per Reflex gegen Tim Steinhilber (49.). Dennoch kamen die Nagolder durch eine schöne Einzelaktion von Chris Wolfer aus kurzer Entfernung ins kurze Eck zum Abschluss (53.). Da sah TSG-Torhüter Kerim Aslan nicht gut aus.

Kurz darauf kamen die Tübinger nach einem Konter zum Anschlusstreffer. Dörre köpfte in der 61. Minute eine Flanke von Luca Alfonso ein. Es war die erste Szene mit Bubacarr Sanyang im VfL-Tor, doch der musste wenige Minuten später mit einer Oberschenkelzerrung schon wieder raus. "Das sieht nicht gut aus. Ich denke Buba fällt für Samstag aus", sagte Redzepagic. Was er in Folge von Mogler zu sehen bekam, braucht ihn aber nicht unruhig werden lassen. Mit einem Joel Mogler in dieser Form hat der VfL das vielleicht beste Torhütergespann der Landesliga zur Verfügung.

In den letzten zwanzig Minuten drehte TSG-Torjäger Tim Steinhilber richtig auf. Aber gleich dreimal stand ihm Mogler im Weg, dazu scheiterten Dörre und Behr. Alle fünf Aktionen waren von höchster Qualität sowohl in der Ausführung als auch die Abwehr durch Mogler.

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