Freuen sich über das neue Angebot in Rheinfelden (v l): Nicole Riße-Hasenkamp (Leiterin Amt für Familie, Jugend und Senioren/ Stadt Rheinfelden), Integrationsfachkraft Yvonne Behn (Jobcenter), Michael Rimkus (stellvertretender Geschäftsführer Jobcenter), Bürgermeisterin Kristin Fuchs und Stefanie Franosz (Leiterin Soziale Stadt und Services/ Stadt Rheinfelden). Foto: Rolf Rombach

Das Jobcenter ist mit einer Zweigstelle im Sozialen Kompetenzzentrum Rheinfelden vertreten.

Um verschiedenen Hinderungsgründen entgegenzutreten, hat das Jobcenter Lörrach am Montag ein Pilotprojekt gestartet, um Menschen zurück in den Arbeitsmarkt zu bringen.

 

Wie der stellvertretende Geschäftsführer, Michael Rimkus, im Pressegespräch am Montagnachmittag erläuterte, gäbe es eine Nichterscheinungsquote von bis zu 50 Prozent. „Wir müssen auch bei uns nachbessern. Statt die Personen einzubestellen, vereinbaren wir Termine miteinander“, zeigte er sich selbstkritisch.

Neues Angebot

Mit Yvonne Behn habe das Jobcenter nun eine Mitarbeiterin gewonnen, die bereits über viel Erfahrung verfüge und das neue Angebot in Rheinfelden als Integrationsfachkraft aufbaue. „Die Gründe sind verschieden, weshalb die Menschen nicht zu den Terminen kommen. Zum Teil können sie es einfach nicht. Das geht los bei den fehlenden Verkehrsmitteln nach Lörrach, oft verbunden mit der begrenzten Kinderbetreuungszeit. Aber auch Krankheit und Arzttermine sorgen dafür, dass die Kunden nicht jeden vorgegebenen Termin annehmen können“, erläuterte Behm verständnisvoll.

Für den alle zwei Wochen stattfindenden Tag in Rheinfelden werden daher nun Termine bilateral abgemacht. Dass dies bereits hilft, zeigte sich am Montagmorgen, als die Resonanz entsprechend hoch war und auch die Ergebnisse der Termine häufig ein Lächeln den Menschen ins Gesicht zauberten, wie Behn die Premiere zusammenfasste. Für die Terminvereinbarung richtet sich Behn nach den Bedürfnissen der Klienten.

Neue Kontakte knüpfen

Neue Kontakte sollen auch mit Arbeitgebern und sozialen Einrichtungen geknüpft werden, um das Angebot vor Ort abzurunden. „In der Regel werden nur 30 Prozent der offenen Stellen bei uns gemeldet. Es ist auch ein Trugschluss, dass es keine Helferstellen gäbe. Im Gegenteil: Es gibt viele offene Helferstellen“, betont Michael Rimkus und verweist auf die Möglichkeit, dass für über alle Branchen auch Qualifikationsmaßnahmen gefördert werden.

„Wir sind finanziell gut ausgestattet und wollen sinnvolle Maßnahmen anbieten.“ Für Rheinfelden Bürgermeisterin Kristin Fuchs ist es selbstverständlich, dass die Stadt entsprechend unterstützt. „Auch die Arbeitgeber werden belohnt, wenn sie sich an Maßnahmen beteiligen“, ergänzt sie Rimkus Ausführungen.

Nachhaltige Integration

In den Räumlichkeiten des Sozialen Kompetenzzentrums im ehemaligen Rathaus in der Friedrichstraße 6 sei die Atmosphäre deutlich kundenfreundlicher als in der Hauptstelle in Lörrach. Neben der Jugendberufsagentur, die seit 2019 in der Karl-Fürstenberg-Straße 17 ist, ist das nun das zweite Standbein in Rheinfelden.

Das Ziel des Jobcenters ist die nachhaltige Integration in den Arbeitsmarkt. „Wir sind gut vernetzt und haben mit verschiedenen Kooperationspartnern bereits Vereinbarungen“, erläutert Rimkus die Vorgehensweise seiner Mitarbeiter. „ Der erste Teil der Pilotphase läuft nun für drei Monate.