Der Bau der neuen Ringsheimer Kita „Dorfhopser“ beginnt. Mit Kosten von rund 3,1 Millionen Euro ist es das teuerste Einzelprojekt der Gemeinde seit 15 Jahren.
Bei Frühlingswetter konnte der Baubeginn für die größte Einzelinvestition Ringsheims der vergangenen 15 Jahre gefeiert werden: Mit dem symbolischen Spatenstich durch Bürgermeister Pascal Weber, Justizministerin Marion Gentges und Planer Tomas Mathis startet nun der Bau der neuen Kita „Dorfhopser“ inklusive drei Wohnungen, freut sich die Gemeinde in einer Mitteilung. Ingesamt 3,1 Millionen Euro sind für das Gesamtprojekt vorgesehen.
„Das zweigeschossige Gebäude hat den Stil eines Hauses, wie man es von Kindern im Sandkasten kennt: Relativ monolithisch, ohne großen Dachüberstand und in hellbrauner Farbe. Das war unsere Planungsidee“, so Architekt Mathis. Im Erdgeschoss des neuen Gebäudes entsteht die Kita mit zwei Gruppen für Kinder über drei Jahren in der Betriebsform „VÖ“ (Verlängerte Öffnungszeiten) – also vormittags bis circa 14 Uhr. Neben den Gruppen-, Sanitär- und Personalräumen wird die Kita über Turnraum, Lernatelier, Kinder-Holzwerkstatt, eine große Küche, einen Schlafraum sowie eine große überdachte Terrasse mit Außengelände verfügen.
Neue Einrichtung soll angespannte Kita-Situation entspannen
Mathis weiter: „Im Obergeschoss befinden sich dann drei barrierefreie, moderne und vor allem mietpreisgebundene – also bezahlbare – Wohnungen unterschiedlicher Größe. Alle mit Abstellraum und Balkon.“ Rechnerisch sei das Gebäude durch eine PV-Anlage mit Batteriespeicher sowie der Fernwärmeheizung ein sogenanntes Klima-Plus-Haus, das mehr Energie erzeuge, als verbraucht werde.
Auch die Finanzierung des Projekts steht auf soliden Füßen, betont die Gemeinde. So werden rund 50 Prozent der Kosten gefördert. Ministerin Gentges dazu: „Das Land Baden-Württemberg hilft Ringsheim über den sogenannten Ausgleichstock mit 500.000 Euro. Dazu kommen nochmal 280.000 Euro über das Sanierungsprogramm WEP. Insgesamt also 780.000 Euro vom Land für Ringsheim und die Kinder.“ Zu dieser Fördersumme kommen nochmals rund 650.000 Euro Zuschuss der L-Bank zum Bau der drei mietpreisgebundenen Wohnungen. „Alles in allem über 1,4 Millionen Euro Zuschüsse – das kann sich wahrlich sehen lassen“, so Weber.
Im September 2027 soll die Einrichtung öffnen
Auch auf die Notwendigkeit einer dritten Kita im Ort ging der Bürgermeister in seiner Ansprache ein. Ringsheim wachse weiter, alle Kitaplätze seien derzeit belegt. Ein neues Baugebiet kommt noch dazu. „Dafür sollten wir gerüstet sein und Ringsheim noch familienfreundlicher aufstellen, als es schon ist.“ Gleichzeitig soll im Land bald ein verbindliches letztes Kita-Jahr eingeführt werden, auch hier werden Plätze wie auch für die steigende Nachfrage nach Ganztagsplätzen in Ringsheim selbst benötigt. „Darüber hinaus würden wir gerne auch noch etwas räumliche Luft in der katholischen Kita schaffen, damit auch dort gegebenenfalls zusätzliche Räume für ein besseres Angebot frei werden könnten.
Im Namen des Gemeinderats, dem Weber für den Mut zur Investitionsentscheidung gratulierte, wünschte der Rathauschef der Baustelle „einen guten Verlauf“ und lud die Anwesenden schon jetzt zur Einweihung im kommenden Jahr ein. Los soll es zunächst mit einer Gruppe im September 2027 gehen.