Annette Sinz-Beerstecher, Landschaftsarchitektinnen von Freiraum-Concept, erläutert dem Jettinger Gemeinderat die unterschiedlichen Muster des Pflastersteins für den Partnerschaftsplatz. Foto: Zabota

Den Pflasterstein gibt es in einer etwas raueren gebürsteten und der glatteren gestrahlten Variante – der Jettinger Gemeinderat hat sich beim Partnerschaftsplatz im Prinzip für den raueren Stein entschieden.

Jettingen - Man traf sich bei Flutlicht hinterm Rathaus. Der Jettinger Gemeinderat hatte bei seiner Sitzung am Dienstagabend darüber zu befinden, wie der Pflasterbelag auf dem neuen Partnerschaftsplatz aussehen soll. Sicher ist: Es handelt sich um einen "Klimastein", der das Regenwasser fast zu 100 Prozent durchlässt und außerdem die Feuchtigkeit, wie ein Baum, wieder abgibt. Die großen Fragen waren: Verlegung im Verbund? Hell oder dunkel? Einstreuen eines anderen Steintyps?

Da die Sitzung wie gewöhnlich um 19.30 Uhr begann, war es draußen schon dunkel. Daher das Flutlicht. Auf dem Parkplatz hinter dem Rathaus scharten sich die Damen und Herren des Gemeinderats um fünf Steinmuster in einem Holzrahmen, etwa ein Quadratmeter groß.

Stein ist unterschiedlich bearbeitet

Im Prinzip ist es fünfmal derselbe Stein mit zwei verschiedenen Oberflächen (gebürstet und gestrahlt), zwei Farben (etwas heller, etwas dunkler) und zwei verschiedenen Arten der Verlegung (diagonal und gerade).

Annette Sinz-Beerstecher und Andrea Streicher, Landschaftsarchitektinnen von Freiraum-Concept, erläuterten die Unterschiede.

Der Rat hat es sich mit seiner Entscheidung nicht leicht gemacht. Die Mitglieder wollten zum Beispiel wissen, wie stark der Stein verschmutzt, ob er mit Kinderwagen und Rollatoren gut befahrbar ist und wie lange er sich hält.

Schließlich wird dieser Stein mehrere Jahrzehnte lang den Partnerschaftsplatz prägen. "Wir haben heute eine optische Entscheidung zu treffen", erläuterte Bürgermeister Hans Michael Burkhardt.

Schließlich entschieden sich die Räte, für die etwas hellere Variante und die Verlegung im sogenannten Ellenbogenverband. Die Oberfläche ist etwas rauer, also gebürstet, wobei ab und zu ein Stein der glatteren Variante (die gestrahlte) "eingestreut" wird, insgesamt etwa 20 bis 30 Prozent der Fläche.

Anblick bei Flutlicht reicht nicht

Am Ende hat das Flutlicht aber nicht gereicht. Etliche Gemeinderäte wollten wissen, wie die jetzt getroffene Auswahl nachher aussieht – auf einer größeren Fläche und bei Tageslicht. Daher wird es in dieser Sache eine weitere Besichtigung geben.

Einfacher gestaltete sich die Vergabe der Estricharbeiten im Rahmen der Aufstockung des Kindergartens Heubergring. Die Gemeinde hat fünf Unternehmen um ein Angebot gebeten, zwei Angebote gingen ein. Den Zuschlag erhielt der günstigere Bieter mit 30 291 Euro.