Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Jettingen Sensibler Blick auf Energieformen

Von
Einige Obstbäume mussten bereits der geplanten Eisberg-Erweiterung weichen – für sie soll Ersatz gepflanzt werden. Foto: Priestersbach Foto: Schwarzwälder Bote

Der Interkommunale Gewerbepark Nagold-Gäu soll weiterentwickelt werden: Derzeit läuft das Bebauungsplanverfahren "Eisberg Teil VI", mit dem noch einmal rund zehn Hektar erschlossen werden. Aus dem Jettinger Gemeinderat kam jetzt die Anregung, im Bebauungsplan stärker auf regenerative Energien zu setzen.

Jettingen. Ziel der neuerlichen Planung ist es, der anhaltenden Flächennachfrage gerecht zu werden und ausreichende Baulandflächen zur Verfügung zu stellen, um auch in Zukunft kurzfristig Grundstücke für gewerbliche Ansiedlungen anbieten zu können. Im Endausbau wird der seit 2003 kontinuierlich weiterentwickelte ING-Park zirka 89 Hektar umfassen

Wie Bürgermeister Hans Michael Burkhardt in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats anmerkte, ist hier der Interkommunale Zweckverband Gewerbepark Nagold-Gäu Vorhabensträger. Die Gemeinde werde lediglich als Beteiligte im Verfahren angehört. Dabei handele sich im sechsten Teil im ING-Park um eine bislang landwirtschaftlich genutzte Fläche von zehn Hektar – und das sei keine Kleinigkeit direkt vor den Toren der Gäugemeinde.

Als Geschäftsführerin des ING-Parks informierte Simone Hurtz den Gemeinderat über die wesentlichen Inhalte des Verfahrens. So seien im Teil VI etwas kleinteiligere Grundstücke vorgesehen, nachdem dieser Bereich nicht als Industriegebiet, sondern als Gewerbegebiet ausgewiesen werden soll. Dieses Vorgehen sei dann etwas restriktiver, was die Ansiedlung von Fabriken betrifft. Aus der Gesamtfläche von 10,4 Hektar stehen künftig 8,8 Hektar für Gewerbeansiedlungen zur Verfügung, während 1,6 Hektar auf Verkehrs- und Grünflächen entfallen.

Jürgen Scheef von den Grünen machte deutlich, dass man das Anliegen unterstütze, auf dem Eisberg im Nahbereich Arbeitsplätze und Gewerbeflächen zu schaffen. Doch gebe es eben auch "Punkte, die uns negativ auffallen", sagte Scheef mit Blick auf den befürchteten Anstieg der Verkehrsbelastung. Zudem vermisse man Ausführungen zur Nutzung von regenerativen Energien. Und wie der grüne Gemeinderat unterstrich, könne man es sich bei den aktuellen Herausforderungen in Sachen Klimaschutz "nicht mehr leisten, so zu planen".

In diese Richtung tendierte ebenso der Rathauschef, denn heute müsse man sensibler auf das Thema regenerative Energien schauen, zumal sich größere Dachflächen auf Gewerbeansiedlungen eventuell für Photovoltaik eignen. Sein Vorschlag war daher, in die Stellungnahme die Anregung aufzunehmen, das Thema noch einmal zu prüfen.

Wie Simone Hurtz erwiderte, seien Themen wie Photovoltaik bislang kein Muss, aber eine Option für die jeweiligen Unternehmen. Klar müsse man das künftig stärker in den Fokus rücken, doch sei es eben "schwierig, den sechsten Bebauungsplan ganz anders zu machen, als die fünf vorhergehenden".

Bei dieser Gelegenheit wies die Geschäftsführerin darauf hin, dass der zwischen Nagold und Herrenberg verkehrende Linienbus künftig halbstündig durch das Gebiet fahren und hier auch halten wird. Daneben sei ein zusätzlicher Radweg entlang der alten Bundesstraße geplant, für den bereites Fördermittel beantragt wurden. In Sachen "Zukunftsmusik" wies Simone Hurtz auf eine Machbarkeitsstudie hin, mit der geklärt werden soll, "ob es auf dem Eisberg weitergeht oder ob das Gebiet fertig ist".

0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.