Comedy, Musik und Gaumenschmaus – Thomas Kinne (von links), Thomas Walsdorff, Mike Kühner, Olli Petersen und Olaf Ehmert treten erstmalig zusammen als Schwabenrockband Odeng mit einem ungewöhnlichen Programm auf, Foto: Odeng Foto: Schwarzwälder-Bote

Die Band Odeng präsentiert in Jettingen ihr erstes Album "Schwobamädla" / Wenige Karten noch erhältlich

Von Dunja Smaoui

Jettingen. "Eigentlich geht’s nur ums Essen" – "Wieso Essen? Ich dachte, das ist ein witziges Theaterstück?" – "Nein, da wird doch Musik gemacht." Also was denn jetzt genau? Musik, Comedy oder Essen? "Alles zusammen. An einem Abend, in einem Programm", erzählt Thomas Kinne von der Schwabenrock-Band Odeng. Also: ein Riesen-Event.

Thomas Kinne alias Dommi Tschägger, Thomas Walsdorff oder vielmehr: Tom Bönzle, Olli Peter, besser bekannt unter Olli Zischt, Olaf Ehmert alias Olaf Hanf und Mike Kühner oder eher gesagt: Michel Gluf – das ist die Band Odeng, schwäbisch für: Unding. Seit einem Jahr gibt es die charmanten Schwaben in dieser Konstellation, in der sie am kommenden Wochenende erstmals zusammen auftreten.

"Eigentlich sind wir ein richtig zusammengewürfelter Haufen", scherzt Olli Zischt, der zur Bandprobe in Sulz am Eck immer aus Stuttgart anreist. "Die Liebe zum Dialekt – dem schönen Schwäbischen – hat uns zusammengeführt", sagt Michel Gluf aus Nebringen, der in seiner Rolle als ewig bruddelnder Bauer vollends aufgeht.

Musiker, das sind alle schon von Kindesbeinen an. Keyboard, Gitarren, Schlagzeug und Bass – Instrumente, die bei der Bandprobe niemals fehlen dürfen. Seit einem halben Jahr arbeiten sie nun auf ihre Bühnenshow am 14. und 15. März hin, bei der sie ihre nagelneue erste CD präsentieren wollen. Allerdings nicht einfach so, denn einfach, "das kann ja jeder".

Sie verpacken den Inhalt ihrer Lieder in eine Geschichte, die sie in einem schwäbischen-Live-Programm der besonderen Mundart präsentieren. "Wir wollten einfach was Neues ausprobieren", erklärt der Oberschwandorfer Dommi Tschägger. "Das Wichtigste dabei ist, dass alles schwäbisch ist", kommentiert Michel Gluf. Was das auch immer bedeuten mag.

Man könnte den Eindruck bekommen, es handelt sich hier um absolute Lokalpatrioten. Der Gedanke verfliegt jedoch schnell, auch wenn Michel Gluf mit dem Zeigefinger auf Olli Zischt gerichtet, ruft: "Er kommt aus der Stadt, der ist ›neigschmeckt‹". Doch er lacht, und Olli Zischt nimmt’s locker. "Wir nehmen uns selbst gern auf die Schippe und vor allem nicht zu ernst."

Um das ganz besondere Projekt, passend zu ihrer ersten gemeinsamen CD "Schwobamädla", auf die Beine zu stellen, ziehen die unverwechselbaren Schwaben aus dem Schwarzwald alle Register. "Zuerst gibt es etwas zu essen, was Schwäbisches natürlich", sagt Michel Gluf. Das Team von Tommis Bistro bietet beim Buffet von Maultaschen, über Kässpätzle bis zum Rostbraten alle Leckereien an.

Und dann geht die Show los. Odeng präsentiert ihre CD mit einem selbst geschriebenen Bühnenstück. "Odeng macht nicht nur Schwabenrock, sondern sorgt auch für dummes Gschwätz", sagt Dommi Tschägger und lacht. Wortakrobat Tommy Nube haben sich die Musiker auch gekrallt. "Quasi als Baustein für unser Konzept", so Olli Zischt mit einem Zwinkern.

Am Samstag, 14. März, ist die Premiere der Show. Die fünf Schwaben schlüpfen dann in ihre Rollen und singen ihre Lieder von "Blähunga", über "Oifach schee" bis "Mädle du schnarchsch" in ihren amüsanten Outfits, gepaart mit schwäbischem Geschwätz. "Man merkt schon an den Liedern, das wir auch gesellschaftskritische Texte haben", sagt Dommi Tschägger ironisch.

Innerhalb von sechs Monaten hat die Band das komplette Bühnenprogramm auf die Beine gestellt, eine CD mit einer Erstauflage von 1000 Stück aufgenommen, die Bühnentexte geschrieben und den Abend organisiert. "Jetzt müssen wir nur noch mal proben. Am Samstag Vormittag hätten wir Zeit", schmunzelt Michel Gluf, der mit seinen Bandkollegen seit vergangenem Herbst "non-stop auf Draht ist".

Im nächsten Jahr soll dann die große Tournee starten. "Wir sind gespannt, was uns erwartet", sagt Olli Zischt. Auf den großen Auftritt am kommenden Wochenende freuen sich die Schwaben "im besten Alter", wie sie sagen, schon sehr. "Jetzt muss ich nur noch meinen Text lernen", so Michel Gluf. Er grinst. Je mehr man sie beobachtet, desto mehr wird man das Gefühl nicht los, dass die fünf gar nicht in eine Rolle schlüpfen müssen, sondern diese schon von Anfang an verkörpern – ohne großen Aufwand, weil sie so sind, wie sie sind.

Der "Schwäbische Obend" am Samstag, 14. März ab 18 Uhr im Bürgersaal in Jettingen, ist bereits ausverkauft. Es gibt jedoch noch Karten für die Zusatzshow am Sonntag, 15. März, ebenfalls im Bürgersaal. Der Verkauf ist in Tommis Bistro in Jettingen. Einlass ist ab 11.30 Uhr, Essen gibt es ab 12 Uhr, das Programm startet um 14 Uhr. "Das wird dann ein Schwäbischer Middag", so Michel Gluf. "Auch für die schwäbische Hausfrau super, weil die braucht dann nicht kochen."

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