Die Kindergärten Heubergring und Albstraße sollen in das Sanierungsgebiet aufgenommen werden. Foto: Geisel Foto: Schwarzwälder Bote

Gemeinderat: Neben Jettinger Kindergärten sollen auch private Gebäude aufgenommen werden

Bereits seit dem Jahr 2010 existiert in Oberjettingen das Sanierungsgebiet entlang der Ortsdurchfahrt. Fünfmal wurde es zwischenzeitlich erweitert. Nun stand die sechste Erweiterung auf der Tagesordnung des Gemeinderats. Sie wurde bei einer Enthaltung beschlossen.

Jettingen. Im Laufe der Jahre konnte in diesem großen Sanierungsgebiet, das sich vorwiegend auf die Nagolder Straße, die Herrenberger Straße, die Unterjettinger Straße sowie deren Randbereiche erstreckt, zahlreiche kommunale und private Maßnahmen umgesetzt werden. Dadurch konnte, durch Beseitigen städtebaulicher Mängel und Missstände, zum Erreichen der Sanierungsziele beigetragen werden. Besonders in der Ortsmitte sind deutliche Veränderungen zu sehen. Da sich fortlaufend die Rahmenbedingungen ändern, konnten einige Maßnahmen vorbereitet, aber noch nicht umgesetzt werden. Es gibt also noch immer etwas zu tun.

Die Finanzhilfe wurde erst im Februar aufgestockt, und beläuft sich nun auf rund 2,24 Millionen Euro, was einem Förderrahmen von rund 3,74 Millionen Euro entspricht.

Aktuell stehen noch rund 849 300 Euro zur Verfügung – für kommunale wie auch private Maßnahmen. Handlungsbedarf zur Modernisierung besteht noch beim kommunalen Gebäude Leintelstraße 51, ein seniorengerechtes Zwölf-Familien-Haus mit Baujahr 1987. Dort stehen gleich mehrere Sanierungen an, von Balkonen über Bäder und Heizung bis hin zum Aufzug und der Tiefgarage. In den nächsten Jahren rechnet Jettingen hier mit Ausgaben in Höhe von etwa 400 000 Euro. Über das Sanierungsgebiet wäre eine Förderung in Höhe von 60 Prozent möglich.

Zudem sollen die Kindergärten Heubergring und Albstraße sowie das Mehrfamilienhaus Teckstraße 1 und 1/1 in das Gebiet aufgenommen werden, um noch bis zum Ende des Bewilligungszeitraumes im Jahr 2028 Baumaßnahmen fördern zu können.

Zwei Gebäude in privatem Eigentum in der Amselstraße 14 und 16 kommen noch oben drauf. Der Eigentümer meldete sich auf die Abfrage der Gemeinde bezüglich Mitwirkungsbereitschaft. Umfassende energetische Modernisierungsmaßnahmen sind dort geplant. Durch die Gebietserweiterung kann der Eigentümer hierfür die finanziellen Vorteile des Sanierungsgebiets nutzen.

In Summe handelt es sich damit um fünf Flurstücke, die am Rand des Sanierungsgebietes liegen und neu aufgenommen werden sollen. Private und kommunale Gebäude zu modernisieren, fügt sich in die Zielsetzung des Gebiets. Der Rat brachte die Satzung zur sechsten Erweiterung auf den Weg.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: