Wohin geht die Reise von Jettingen? Das wollen Kommune und Gemeinderat festlegen.Foto: Geisel Foto: Schwarzwälder Bote

Gemeinderat: Vier Anbieter präsentieren ihre Pläne für das Gemeindeentwicklungskonzept für Jettingen / Die Qual der Wahl

Jettingen will sich auf Basis eines Gemeindeentwicklungskonzeptes zielgerichtet weiterentwickeln. Ein Planungsbüro soll die Ausarbeitung übernehmen. Vier mögliche Kandidaten stellten sich am Dienstag dem Gemeinderat vor. Bei so viel kompetenter Auswahl vertagte das Gremium die Entscheidung jedoch.

Jettingen. Seit November 2019 gibt es in Jettingen eine AG Gemeindeentwicklung und Bürgerbeteiligung. Die Mitglieder befassen sich unter anderem mit der Erstellung eines Gemeindeentwicklungskonzeptes. Als Grundlage sollen die Ergebnisse einer Bürgerbefragung dienen, welche die Arbeitsgruppe bereits initiiert und daraus zwölf Schwerpunkte herausgearbeitet hat. Lebensqualität, Attraktivität, Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Senioren/ärztliche Versorgung, Attraktivitätssteigerung für alle Altersgruppen, räumliche Entwicklung/Wohnbebauung, Wirtschaft/Gewerbe/Belebung des Ortskerns, Naherholung/Tourismus/Freizeitangebote, (bezahlbarer) Mietwohnraum, Attraktivitätssteigerung beim Kulturangebot und mehr Bürgerbeteiligung – diese Punkte gilt es, im Gemeindeentwicklungskonzept abzuarbeiten.

Förderung zur Finanzierung

Zur Finanzierung des Gemeindeentwicklungskonzepts erhält Jettingen eine Förderung in Höhe von rund 27 800 Euro. Der Förderhöchstbetrag von rund 55 600 Euro wurde als Kostenrahmen für die Anfrage bei sechs ausgewählten Dienstleistern festgesetzt. Auch der Bewilligungszeitraum bis 31. März 2022 ist entscheidend. Bürgerbeteiligungsprozesse sollten auch digital durchgeführt werden können.

Alle sechs Anfragen führten zu einem Angebot, woraufhin die AG Gemeindeentwicklung und Bürgerbeteiligung zusammen mit Bürgermeister Hans Michael Burkhardt eine Vorauswahl trafen.

Übrig blieben vier Anbieter, die sich dieser Herausforderung für und mit Jettingen stellen wollen. Jeder von ihnen präsentierte sich, seine Arbeit und seinen Ansatz am Dienstagabend in der Videositzung. Zehn Minuten standen jedem hierfür zur Verfügung, anschließend war fünf Minuten Zeit für Fragen. Die Wüstenrot Haus- und Städtebau GmbH, Reschl Stadtentwicklung, Sippel und Buff sowie Imakomm AKADEMIE GmbH – alle vier machten Eindruck auf die Räte. Bürgermeister Burkhardt fasste die Präsentationen abschließend noch einmal zusammen und nannte seine Favoriten, wobei man hier aus seiner Sicht keine falsche Entscheidung treffen könnte. Die Qual der Wahl eben. Das schienen einige Räte ebenso zu sehen. In der anschließenden Diskussion zeigte sich, dass sich kaum ein Rat direkt hätte festlegen können. Viele hatten zwei Favoriten, aus unterschiedlichen Gründen. Auch waren es nicht bei jedem Ratsmitglied dieselben. Die Mehrheit des Gremiums entschied sich daher dafür, den Vergabebeschluss auf die nächste Sitzung zu verschieben und sich bis dahin Zeit zum Nachdenken zu nehmen.

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