Das Team der Jettinger Jugendarbeit mit (von links) Martina Köhnlein, Melanie Henschel, Sarah Baur, Katharina Fuchs und Samuel Brenner Foto: Geisel Foto: Schwarzwälder Bote

Nachwuchs: Jugendreferat berichtet im Gemeinderat

Jettingen. Seit 25 Jahren gibt es in Jettingen ein Jugendreferat, seit 20 Jahren findet die Jugendarbeit in Kooperation mit dem Waldhaus statt. Einen Einblick in dieses vielseitige Tätigkeitsfeld gab das Jugendarbeits-Team am Dienstag im Gemeinderat.

Mit einer direkt bei der Gemeinde angestellten "Einzelkämpferin", erinnerte sich Bürgermeister Hans Michael Burkhardt, begann die Geschichte des Jugendreferats in Jettingen. Im Lauf der Jahre seien einige Aufgaben dazu gekommen. Die Kooperation mit dem Waldhaus bringe "entscheidende Vorteile" wie die fachliche Begleitung der Mitarbeiter. Höhepunkte waren für Burkhardt unter anderem der Bau des Bürger- und Jugendtreffs sowie der Freizeitanlage Stöckach.

Unter dem Begriff offene Kinder- und Jugendarbeit beziehungsweise Jugendreferat finden sich zahlreiche Angebote wie der Jugend- und Teenietreff und der Girlsclub, aber auch das Sommerferienprogramm, der Alleinerziehendentreff und Kooperationen mit Vereinen, berichtete Jugendreferent Samuel Brenner. Die Tanzgruppe "1, 2 Step" mit ihren elf Jugendlichen zwischen neun und 17 Jahren betreut Auszubildende Sarah Baur.

Integrationsbeauftragte Martina Köhnlein kümmert sich vorwiegend um die Beratung und Einzelfallhilfe für Familien mit minderjährigen Kindern. Mit Sonja Marion, die sich um die Sozialberatung von Flüchtlingen kümmert, herrsche ein reger Austausch. Köhnlein übernimmt unter anderem beim KITTS-Begrüßungsteam die Babybesuche bei ausländischen Familien. Die von ihr ins Leben gerufene PFIFF-Gruppe richtet sich an Mütter mit Kindern unter drei Jahren. Sie versuche, ihnen "etwas vom deutschen Erziehungssystem" mitzugeben und Grundlagen in Sachen Kindererziehung zu vermitteln.

Mehrere Projekte sind für 2020 schon – teils in Zusammenarbeit mit Köhnleins Kollegen der Jugendarbeit – geplant. Dazu gehören ein Bewerbercoaching, eine Vereinsmesse und eine Männer-Aktionsgruppe, für die bereits die Idee im Raum steht, Sitzgelegenheiten anzufertigen. Die Intention ist, Männern, die noch nicht arbeiten gehen dürfen, eine Beschäftigung zu bieten. Für Katharina Fuchs, Schulsozialarbeiterin für die Sekundarstufe der Gemeinschaftsschule, besteht sozusagen das "Alltagsgeschäft" in Beratung und Einzelfallhilfe.

Die Gespräche mit Erziehungsberechtigten und die Kooperationen mit Fachdiensten würden zunehmen. Dazu kommen Präventionsprojekte, die seit dem Schuljahr 2019/2020 in vollem Umfang angeboten werden. Zusätzlich gibt es vier Kooperationsprojekte mit der Polizei in den Klassenstufen fünf bis acht.

In diesem Schuljahr "komplett angekommen" ist Melanie Henschel in der Schulsozialarbeit der Primarstufe der Gemeinschaftsschule. Im September 2018 wurde ihre Stelle geschaffen. Das Angebot sei nun "fest etabliert in allen Köpfen". Immer öfter kämen Lehrer zu Henschel und wollten Input. Es sei "eine sehr schöne Entwicklung", dass ihr die Lehrer vertrauen, wenn sie etwas vorschlage.

Aus den Reihen des Gremiums kam viel Dank für die geleistete Jugendarbeit.

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