Im kommenden Frühjahr wird Mötzinger Bürgernetzwerk seine Räume im Betreuungszentrum beziehen – dessen Bau sich etwas verzögert. Foto: Priestersbach Foto: Schwarzwälder Bote

Hauptversammlung: Beschränkungen bringen Angebote zum Erliegen / Neues Büro wohl ab Frühjahr

Bei der Mitgliederversammlung des Mötzinger Bürgernetzwerkes konnte trotz Pandemie eine beeindruckende Bilanz gezogen werden. So haben die Helfer im Coronajahr 2020 insgesamt 3972 Arbeitsstunden für das Bürgernetzwerk geleistet – was immerhin 15 Stunden pro Tag entspricht.

Mötzingen. In seinen Ausführungen beleuchtete Claus-Dieter Stoll als Sprecher des Bürgernetzwerkes allerdings auch die Auswirkungen des Lockdowns. So waren beliebte Veranstaltungen wie Urlaub vom Herd oder Urlaub ohne Koffer ebenso wenig möglich wie gemeinsame Ausflüge oder der Bürgertreff. Auch die Angebote der Nachbarschaftshilfe mussten zunächst zurückgefahren werden. Von den Einschränkungen war insbesondere die Gruppe der Älteren betroffen, die dem Risiko einer Ansteckung nicht ausgesetzt werden durfte.

Abwarten, welcheRegeln gelten

Jetzt warte man ab, so Claus-Dieter Stoll, welche Regelungen künftig gelten, wenn ein großer Teil der Bevölkerung geimpft sei. Allerdings komme es auch darauf an, wie sich diejenigen wieder bewegen lassen, die in der Vergangenheit regelmäßig an den Veranstaltungen teilnahmen.

In seinen Ausführungen ging der Vorstandssprecher ebenfalls auf das künftige Betreuungszentrums in der Mötzinger Ortsmitte ein. Nachdem der Rohbau steht und auch der Innenausbau deutlich fortgeschritten ist, hatten Mitglieder des Bürgernetzwerkes die Gelegenheit, das Gebäude zu besichtigen – speziell natürlich die Räume, in denen das Netzwerkbüro unterkommen soll.

Wie Claus-Dieter Stoll mitteilte, sorge die weltweite Rohstoffknappheit auch hier für Bauverzögerungen. Und so gehe man davon aus, dass der Betrieb im Frühjahr 2022 aufgenommen werden könne. Positiv verlief eine erste Begegnung mit dem Vorstand der Stiftung Innovation und Pflege, von der das Haus künftig betrieben werde. Vor diesem Hintergrund freue man sich bereits auf die besseren Arbeitsbedingungen und die Zusammenarbeit mit der Stiftung, so Stoll.

Über die Arbeit des Netzwerkbüros in den Räumen des alten Mötzinger Rathauses informierte Herbert Radloff die Versammlung. Die war im vergangenen Jahr völlig verändert, wie Radloff beispielsweise mit Blick auf die Organisation eines "Ü-80-Impftermins" oder Hilfestellungen bei der Terminvergabe für Schnelltests berichtete.

Über die Finanzen des Bürgernetzwerkes informierte Hans-Ulrich Schmidt. So konnte 2020 ein Überschuss erwirtschaftet werden. Zu Jahresbeginn wurden 427 Mitglieder gezählt – von denen 257 Mitglieder älter als 70 Jahre sind.

Einstimmig genehmigt wurde der Wirtschaftsplan 2021 des Bürgernetzwerkes mit einem Volumen von 57 000 Euro auf der Ausgabenseite.

Wahlen standen ebenfalls auf der Tagesordnung. Zuvor wurde allerdings die Satzung geändert, um künftig im Vorstand ein rollierendes System zu ermöglichen. Gewählt wurden jetzt die Vorstandsmitglieder Marcel Hagenlocher, Claus-Dieter Stoll, Ralf Ludewig, Dorothea Wohlfarth, Irmgard Heinze, Herbert Radloff und Hans-Ulrich Schmidt. Die Wahl ­der Kassenprüfer fiel auf Christl Schwenk und Jörg Vollmer.

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