Liebhaber von Burger, Currywurst und Flammkuchen kommen bei einer neuen Veranstaltungsreihe im Kreis Calw auf ihre Kosten. Wann es losgeht und was genau geplant ist.
Streetfood statt leerem Dorfplatz. Das ist der Gedanke hinter dem „Sonneninsel Streetfood Sommer“. Er soll nicht nur ein gastronomisches Angebot sein, sondern auch ein Ort der Begegnung.
Die Gemeinde Dobel plant dieses besondere kulinarische Angebot über den Sommer. Das Ziel dabei erklärt Rahel Schilling, Tourismusleiterin der Gemeinde: „Mit dem Ziel Tagesausflugsgästen, Einheimischen und Übernachtungsgästen in Dobel ein gastronomisches Angebot und einen Ort der Gemeinschaft und der Begegnung zu bieten, hat die Gemeinde Dobel für den Zeitraum Mai bis Oktober 2026 die Veranstaltungsreihe „Sonneninsel Streetfood Sommer“ ausgeschrieben und sich auf die Suche nach passenden Foodtrucks gemacht.“ So soll an den Wochenenden im Sommer auf dem Dorfplatz Dobel ein „gastronomisches Angebot gewährleistet sein – niederschwellig, ansprechend und abwechslungsreich“, so Schilling weiter.
Mit „Dobel’s Stüble“ hat im vergangenen Jahr der letzte gastronomische Betrieb in der Ortsmitte geschlossen – neben dem Netto-Markt gibt es aber noch den Imbiss „First Kitchen“, der Burgervariationen, Bratwurst und Pulled Pork anbietet.
Auch wenn der bisherige Markt Ende Januar schließt und ab Februar neu und größer gebaut werden soll, bleiben die Betreiber von „First Kitchen“ zuversichtlich – auch während des Umbaus vom Treff- zum Netto-Markt seien sie gut über die Runden gekommen, erzählten sie bereits im vergangenen Jahr. Dazu gibt es noch das Wagnerstüble des bekannten Kochs Roy Kieferle, das allerdings nur an drei Tagen pro Woche und nur auf Vorbestellung geöffnet ist.
Streetfood als unkompliziertes gastronomisches Angebot
Kein Wunder also, dass die Gemeinde und die Tourismusleiterin bestrebt sind, den Touristen vor allem am Wochenende noch mehr bieten zu können. „In der Überlegung, was wir als Kommune konkret tun können, um möglichst kurzfristig und unkompliziert ein gastronomisches Angebot in Dobel zu schaffen, ist uns die Idee eines Streetfood Sommers gekommen“, erläutert Schilling auf Nachfrage unserer Redaktion. Nachdem die Veranstaltungen in Dobel wie etwa Dorffest, Dobel Beach oder Höhenfeuer „immer auf großen Zuspruch stoßen, war eine Veranstaltungsreihe naheliegend“, so Schilling weiter. Außerdem sei so das Risiko für die teilnehmenden Gastronomen sehr gering, „so dass wir uns eine gute Rückmeldung erhofft haben“.
Dabei schwebt den Verantwortlichen ein wöchentlich wechselndes Angebot vor: „Der jeweilige Foodtruck gestaltet das kulinarische Thema des Wochenendes ganz individuell – von regional bis international, von deftig bis süß.“
Foodtrucks stehen kostenfrei auf dem Dorfplatz
Die Gemeinde stellt für das Event den Foodtrucks kostenfrei den Dorfplatz mit Stromanschluss zur Verfügung. „Wir stellen außerdem Biertischgarnituren und die nötige Infrastruktur“ wie Toiletten im Kurhaus, Müllentsorgung und mehr zur Verfügung und übernehmen die Werbung, erklärt die Tourismusleiterin.
Der Gastronom könne sich dann auf seine Kernkompetenz konzentrieren: „die Leidenschaft für gutes Essen, ein attraktives Streetfood-Konzept mit Essen- und Getränkeangebot“.
Erste Bewerbungen von Foodtrucks sind eingegangen
Die Bewerbungsfrist für die Anmeldungen ist auf Ende Januar 2026 festgesetzt, „so dass wir Anfang Februar die Veranstaltungsreihe und die entsprechenden Termine fixieren möchten“, so Schilling, die weiter ausführt: „Bisher haben sich fünf Foodtrucks/ Cateringunternehmen beworben, die an einem oder oft auch an mehreren Wochenenden ein gastronomisches Angebot auf unserem Dorfplatz anbieten möchten.“
So sieht es zum aktuellen Zeitpunkt so aus, „als ob wir im Mai und Juni an jedem Wochenende ein Angebot anbieten können“. Auch ab Juli seien bereits einige Wochenenden „belegt“, wobei bei erfolgreicher Durchführung im Mai und Juni eventuell auch noch weitere Interessenten für die späteren Wochenenden dazukommen könnten.
Ziel ist eine gute Mischung des Angebots
Was das Angebot, also die Speisen und Getränkeauswahl, angeht, zeigt sich Schilling offen: „Wir sehen auch eine Attraktivität darin, dass nicht jedes Wochenende das gleiche Angebot auf dem Dorfplatz angeboten wird. Gerade sieht es auch danach aus, als ob wir eine gute Mischung von verschiedenen Angeboten anbieten können.“ Bisher gebe es Bewerber, die Flammkuchen und Pinsa anbieten, Bewerber mit Currywurst und Bratwurst, ein Bewerber mit Langos, Crêpes und gegrillten Spezialitäten, ein Bewerber mit italienischen Spezialitäten und ein Bewerber mit schwäbischer/deutscher Küche.
Mögliche Veranstaltungs- beziehungsweise Öffnungszeiten sind Freitag 18 bis 22 Uhr, Samstag von 12 bis 22 Uhr und Sonntag von 11 bis 19 Uhr. Aber auch hier sei die Gemeinde „kompromissbereit, wenn die Foodtrucks für die Durchführung etwas angepasste Zeiten benötigen“.
Gemeinde Dobel übernimmt die Werbung
Um den Streetfood-Sommer zu bewerben, soll ein Veranstaltungsflyer gestaltet werden, der die Zeiten und Angebote jedes Wochenendes auflistet. Auch auf der Webseite sollen die Details gelistet sein. Der Flyer soll auch an den Rezeptionen und in den Übernachtungsbetrieben ausliegen, so dass die Übernachtungsgäste direkt informiert werden können. Alle Einheimischen und anderen Interessierten werden zudem über eine Pressemitteilung, Social-Media-Kanäle und die Webseite informieren.
Schilling freut sich auf das Event und sagt abschließend: „Wir sind uns sicher, dass wir 2026 mit dem Sonneninsel Streetfood-Sommer eine schöne Veranstaltungsreihe aufsetzen können, die nicht nur ein gastronomisches Angebot in Dobel schafft, sondern auch ein Ort der Begegnung und der Gemeinschaft werden kann.“