Im Prinzengarten sind ab sofort vier Schaubeete zu sehen, an denen sich Hobby-Gärtner orientieren können. Foto: Decoux

Unter dem Motto „Mein Garten kann mehr“ will die Stadt Ettenheim Bürger und Unternehmen dazu motivieren, ihre Flächen zu begrünen.

Grauer Beton oder lebendiges Grün? Mit dieser gleichsam rhetorischen Frage wirbt die Stadt Ettenheim für ihre neu gestartete Kampagne „Mein Garten kann mehr.“ Organisiert wird die Veranstaltungsreihe von Pia Böhmer, der Klimaschutzbeauftragten der Stadt. Eröffnet wurde die Kampagne am Mittwoch im Prinzengarten.

 

Bürgermeister Bruno Metz stellte in seinen Begrüßungsworten klar: „Wir wollen nicht erziehen – wir wollen anregen.“ Nachdem die Stadt in jüngerer Vergangenheit mit Erfolg die Aktion „Mein Haus kann mehr“ organisiert habe, wende man sich nun bewusst den Freiflächen zu. Die Stadt selbst habe in den vergangenen Jahren mehr als 100 Freiflächen umwelt- und pflegefreundlich umgestaltet. In dieser Strategie wolle man nun Bürgern wie auch Unternehmen Anregungen geben, wie versiegelte Flächen in diesem Sinne umgestaltet werden können.

App-Entwickler Konrad Licht stellte die Fingerfertigkeit der Teilnehmer auf die Probe. Foto: Decoux

Anno Sieberts freute sich seitens des Freundeskreises Prinzengarten, der das historische Kleinod nahe des westlichen Stadttors pflegt, dass man als Ort des Starts dieser Kampagne den Prinzengartengarten auserkoren habe. Erstmals werde der Prinzengarten in diesem Jahr am 20. und 21. Juni, im Rahmen der landesweiten Aktion „Offene Gartentür“, für Interessierte seine Pforten öffnen. Vieles von dem, was die städtische Kampagne anregt, wird im Prinzengarten seit nunmehr 25 Jahren vorbildlich verwirklicht.

„Jeder Quadratmeter zählt“, so die Einstiegsworte von Bauhofleiter Markus Ohnemus, seien sie doch auch kleinflächig „Trittsteine für Insekten“. Konsequent sei man bei den Kübeln auf den Straßen von ehemals Rosen auf Wildkräuter mit Pfahlwurzeln umgestiegen, dasselbe auch auf öffentlichen Flächen, beispielweise auf Verkehrsinseln oder Flächen entlang von Gehwegen und Straßen.

Für die Aktion wurde eine App entwickelt

Die Vorgehensweise bei der Schaffung von geeignetem Untergrund für diese Art von Pflanzung verdeutlichte Ohnemus an vier Musterbeeten, die nun das ganze Jahr über im Prinzengarten aufgestellt von Peter Klüber erklärend beschriftet sind. Man schätze sich glücklich ob der engen Zusammenarbeit mit Reinhard Witt, dem renommierten Experten für Naturgärten, Wildpflanzen und Artenvielfalt.

Konrad Licht von der Klimaschutz-App „Hope“ nahm die Teilnehmer der Eröffnungsveranstaltung mit auf eine Reise in die interessanten und abwechslungsreichen Möglichkeiten einer eigens für Ettenheim entwickelten App. Und das geht ganz einfach: Die App downloaden, im Bereich Events den Schlüssel „Ettenheim“ eingeben und dann die Aufgaben starten.

Info – Weitere Termine geplant

Weitere Veranstaltungen im Rahmen der Aktion: Webinar am 7. Mai und am 8. Juni, jeweils 11 bis 12 Uhr. Dabei gibt es online kompaktes Expertenwissen der Heinz Sielmann Stiftung mit Tipps für die Planung naturnaher Flächen auf dem Firmengelände. Anmeldungen sind per E-Mail an pia.boehmer@ettenheim.de möglich. Zudem Workshops für Private, Vereine und Unternehmen an vier Terminen: Montag, 11.5., Dienstag, 12.5., Dienstag, 9. 6. und Mittwoch,10.6., jeweils 19 Uhr im Bürgersaal. Anmeldung ist nicht erforderlich; die Teilnahme ist kostenfrei.