Immer mehr parken per App in Villingen-Schwenningen – doch auf die klassischen Parkscheine hat der Easypark-Boom einen überraschenden Effekt.
Ganz easy kann man in Villingen-Schwenningen seit September parken. Easypark heißt die App, mit der das jetzt möglich ist.
Doch wird die neue Art des Parkens angenommen?
Wir haben nachgehakt bei der Stadtverwaltung und von einer bemerkenswerten Entwicklung und einem absolut überraschenden Effekt erfahren.
Es werden immer mehr, die mit der App bezahlen. Bei stattlichen sieben Prozent lag das Wachstum zwischen Januar und Mai 2025. Und das, während die Nutzerzahlen ohnehin schon hoch waren: 12,86 Prozent aller Parkvorgänge wurden im bisherigen Jahresverlauf über die App abgewickelt.
Bei Studenten angesagt
Das Fazit der Verwaltung daher: Die Nutzung der Easypark-App erfreue sich großer Beliebtheit. Vor allem in Bereichen „mit studentischer Prägung“ sei die Quote hoch, etwa in der Nähe von Studentenwohnheimen oder Hochschulen.
Mittlerweile ist Easypark auf nahezu allen öffentlichen Parkflächen im Stadtgebiet verfügbar, mit Ausnahme einiger Stellplätze rund um das Landratsamt in Villingen. Dort nämlich werde ein Großteil der Flächen durch das Landratsamt selbst bewirtschaftet. An eine Ausweitung des App-Bereichs auf diese Parkplätze wird vorerst verzichtet: „Um Verwirrung oder unbeabsichtigte Verwarnungen zu vermeiden, wurde entschieden, diese wenigen Flächen vorerst nicht in das System zu integrieren“, erläutert die Stadtverwaltung.
Verblüffende Erkenntnis
Was bei näherer Betrachtung überrascht: „Trotz des steigenden App-Anteils zeigt der Vergleich zum Vorjahr bislang keine signifikante Veränderung bei der Anzahl klassischer Parkscheine“, teilt Pressesprecher Patrick Ganter auf Nachfrage mit. Die Nutzungszahlen der Automaten bewegten sich auf einem vergleichbaren Niveau wie bislang.
Unterm Strich könnte dieser überraschend ausbleibende Effekt also bedeuten, dass die Möglichkeit des Parkens via App vor allem auch jene erreicht, die kein Kleingeld zur Hand haben und ohne Park-App ein Knöllchen riskiert hätten.