Foto: Schwarzwälder Bote

Dass es bei Jazz in Town 2026 keinen kostenfreien Bereich mehr gibt, gefällt unserer Leserin Vera Niedermann-Wolf gar nicht.

„Die Entscheidung, auf kostenfreie Bereiche zu verzichten, hat unsere Besucherinnen und Besucher nicht abgeschreckt.“ Woher nimmt Simon Busch diese Gewissheit? Ich hatte mich gefreut, wie jedes Jahr: Auf die zauberhafte Atmosphäre, bei diesem Traumwetter, in der oberen Hauptstraße. Fröhliche Menschen, Jung und Alt, einfach den weiten Raum genießend, plaudernd, flanierend, nette Begegnungen bei Musik.

 

Fehlanzeige: Von der Hohlengrabengasse kommend am Bauzaun gestoppt – weiter nur gegen Geld! Die obere Hälfte der Hauptstraße eher unwirtlich, Eis essen unmöglich. Die gefühlte Botschaft: Geh halt nach Hause, wenn Du nicht zahlen willst – oder kannst!

Es ist nicht jedermanns Sache, den ganzen Abend durch die Kneipen zu ziehen. Vielleicht kann man auch nicht, wegen anderer Verpflichtungen. Vielleicht ist jemand noch zu jung. Und vielleicht würde jemand gerne, kann sich das aber nicht leisten, denn zu den zwölf Euro kommt ja noch der Verzehr.

Die Jazzfest-Veranstalter haben eine sehr soziale und sehr demokratische Veranstaltung für alle abgeschafft – und preisen sich noch dafür. Ich finde das schade und hoffe darauf, dass diese Entscheidung im kommenden Jahr revidiert wird – und es dann wieder so ein wunderbares Wetter gibt.

Vera Niedermann-Wolf, Rottweil