Das Herbert Pixner Projekt sorgte in der Stallhalle für volles Haus. Foto: Siegmeier

Konzert: Herbert Pixner Projekt­ begeistert das Publikum beim Jazzfest in der Stallhalle

Rottweil. Weltmusik vom Feinsten – alpenländische Klänge gepaart mit Jazz und Flamenco – kredenzte das Herbert Pixner Projekt am Donnerstagabend vor ausverkauftem Haus in der Stall­halle.

Bereits am Samstag hatte das Jazzfest in Kooperation mit dem Forum Kunst in der Fußgängerzone mit der Aktion "SchwarzARTtor" einen fulminanten Festivalauftakt hingelegt. So ging‘s dann am Donnerstagabend auch im Stall weiter. Das begeisterte Publikum ließ sich die Stimmung von den Corona-Auflagen nicht trüben und falls doch, dann machten dies die Musiker mit ihrer Leidenschaft für die Musik und ihrer Spielfreude schnell wieder wett.

Das außergewöhnliche Musikprojekt von Herbert Pixner aus Südtirol zählt derzeit zu den spannendsten Acts der Sparte "neue und progressive Volksmusik". Das Publikum wächst stetig, die Konzertsäle sind immer schnell ausverkauft – was wenig wundert bei diesen Ausnahmemusikern, die es verstehen, mit handgemachter Musik zu begeistern.

Pixner brilliert vierfach

In der Stallhalle indes hatte das Konzert mit Herbert Pixner, Manuel Randi, Heidi Pixner und Werner Unterlechner dennoch eine besondere Note, ja beinahe schon familiären Charakter – Jazzfest Rottweil eben. Das Publikum ließ sich mitreißen und tauchte ganz ein, in die wunderbaren Klänge, Rhythmen und Melodien, die den Bogen von der sanften Melancholie des "Morgenrot" – dem Sonnenaufgang in den Bergen – bis zum energiegeladenen und spannungsreichen "Tango to Go" spannten.

Pixner brillierte auf der diatonischen Harmonika, der Klarinette, dem Saxofon und der Trompete gleichermaßen, ließ das Publikum teilhaben an der Entstehung seiner Stücke, seiner Leidenschaft für die Berge, für Südtirol und natürlich an der Entstehung seiner Musik.

Für ein wahres Feuerwerk an Spielfreude und Energie sorgten vor allem Gitarrist Manuel Randi und Herbert Pixner, die ihre Instrumente in einen spannenden Dialog treten ließen, aber auch Heidi Pixner und Werner Unterlercher, die mit Harfe und Kontrabass eher für die sanften und zarten Töne aus dem Hintergrund sorgen.

Die Publikum genoss den Konzertabend sichtlich, konnte die Gedanken schweifen lassen und freute sich, dass das Jazzfest trotz aller Auflagen und mit zeitlicher Verzögerung nun doch noch starten konnte – mit einem kleinen, aber feinen Programm.

Zu verdanken ist dies nicht zuletzt der Förderung "Neustart Kultur", aber auch den regionalen Sponsoren, ließ Jazzfestvereinschef Simon Busch wissen und freute sich über das ausverkaufte Haus – und das trotz Maskenpflicht während des Konzerts. Auch Herbert Pixner sprach dem Publikum seine Anerkennung und seinen Respekt aus. "Wer hier mit Maske ein ganzes Konzert lang sitzt, der möchte wirklich Musik hören", betonte er.