LP alias Laura Pergolizzi am 19. September bei den Jazz Open auf dem Stuttgarter Schlossplatz Foto: Reiner Pfisterer/Jazz Open

Mit Konzerten von Amy Macdonald und LP sind die Jazz Open 2021 zu Ende gegangen, das einzige deutsche Großfestival, das trotz allem gespielt hat und zum Erfolg geworden ist.

Stuttgart - Amy Macdonald bräuchte nicht mehr als ihre starke Stimme und ihre Gitarre, um „This is the Life“, „Mr. Rock ’n’ Roll“ und „Dream on“ aufzuführen, ihre von schottischem Folk durchtränkten Hymnen sind absolut lagerfeuertauglich – oder in ihrer Heimat Schottland, wegen des Wetters, absolut Pub-tauglich. Daran ändern ein Leopardentop, Amy-Winehouse-Wimpern und eine rein begleitende Rockband in Macdonalds Rücken nichts beim Jazz-Open-Finale auf dem Schlossplatz: Die 34-Jährige mit dem zauberhaften Akzent kann sich der Sympathien des Stuttgarter Publikums sicher sein. Dieses umarmt anschließend auch die New Yorkerin LP alias Laura Pergolizzi und ihre starke Band. Als spielte sie die Hauptrolle im Art-Rock-Musical ihres eigenen Lebens, schüttet die zierliche Frau in der roten Jeansjacke ihr ganzes Herz aus. LP kann tief und kehlig singen, die Töne aber auch in höchsten Lagen in theatralischer Dramatik modulieren. Sie steht in der Tradition von Künstlern wie Freddie Mercury, ihre rebellische Haltung erinnert an zwei andere große New Yorker: Bob Dylan und Lou Reed. Jemand wirft ihr eine Regenbogen-Fahne auf die Bühne, und zum Schluss singen die Menschen auf dem Schlossplatz in einem großen Chor den Refrain von LPs Hit „Lost on you“ – dann sind die Jazz Open 2021 Geschichte.

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