Wie viele Besucher sind letztlich gekommen? Was waren die besucherstärksten Tage? Diese Fragen haben wir dem Veranstalter gestellt. Eine Schätzung aus dem Februar wurde nicht erreicht.
Rund drei Monate lang beherbergtedie Balinger Stadthalle die Tigerente, den kleinen Bären und viele weitere Arbeiten des Künstlers Horst Eckert, besser bekannt als Janosch. Vor gut einer Woche ging die Ausstellung „Janosch – Leben und Werk“ zu Ende. Wie fällt das Fazit aus?
„Wir sind zufrieden mit den Besucherzahlen“, sagt Giesbert Karnebogen, Leiter von Presse und Kommunikation des Ausstellungs-Veranstalters „Art 28“. Insgesamt seien rund 14 000 Besucher in die Stadthalle gekommen.
Enrico Battaglia rechnete im Winter noch mit bis zu 40 000 Besuchern
„Wir haben uns in den ersten Tagen einen etwas größeren Zulauf erhofft“, sagt Karnebogen. Den schleppenden Start führt er auf die extrem heißen Temperaturen im August zurück sowie die Sommerferienzeit. Mit Beginn des neuen Schuljahrs und kühleren Temperaturen stiegen auch die Besucherzahlen an.
„Die wohl besucherstärksten Tage waren einmal der Feiertag am 3. Oktober – rund 1000 Besucher – sowie der Abschlusstag“, verrät der Pressesprecher des Veranstalters. Enrico Battaglia, Kunsthistoriker der Kunstgalerie „Art28“ hatte im Februar noch mit bis zu 40 000 Besuchern gerechnet. Diese Schätzung war dann doch etwas zu optimistisch.
Laut „Art 28“ waren unter den Besuchern außergewöhnlich viele Schulklassen, die sich die Werke von Janosch anschauten. Auch die angebotenen Führungen für Erwachsene seien gut angenommen worden. Die Ausstellung in Balingen war ein Novum. Karnebogen spricht von der größten Ausstellung über Werk und Leben Janoschs, die es bislang gegeben hat.
Radierung eigens für die Ausstellung
Mehr als 600 Werke des Ausnahmekünstlers wurden ausgestellt, darunter noch nie gezeigte Unikate und Radierungen aus allen Schaffensperioden. Die Ausstellung gewährte erstmals Einblicke in Janoschs Atelier auf Teneriffa, wo der 93-Jährige mittlerweile lebt.
Nächstes Kooperationsprojekt im Jahr 2026 geplant
Eigens für die Ausstellung hatte Janosch eine Radierung angefertigt, auf der die Burg Hohenzollern abgebildet ist. Nicht weit von Württemberg und Baden.... Da liegt ein Berg so hoch erhaben...“, ist darauf zu lesen. Zudem waren die aus seinen Kindergeschichten bekannten Figuren Kleiner Bär und Kleiner Tiger auf dem Weg zur Burg Hohenzollern zu sehen.
Nicht das erste Kooperationsprojekt
Die Janosch-Ausstellung diesen Sommer war nicht das erste Kooperationsprojekt zwischen „Art28“, der Stadthalle und der Stadt Balingen. Bereits im Corona-Jahr 2020 wurde eine Ausstellung mit Werken von James Rizzi realisiert. Damals schauten insgesamt knapp 20 000 Besucher vorbei.
Und Janosch wird auch nicht das letzte gemeinsame Vorhaben gewesen sein: „Wir planen für das Jahr 2026 eine weitere Ausstellung. Es macht uns große Freude mit diesem mittlerweile eingespielten Team weitere Projekte auf die Beine zu stellen“, sagt Karnebogen. Der Inhalt der geplanten Ausstellung ist allerdings noch nicht bekannt. Da müssen sich die Balinger Kunstfans noch etwas gedulden.