Janina Hettich-Walz hatte am Samstag am Schießstand große Probleme. Sieben von 20 Scheiben blieben stehen. Foto: Lehtikuva/AP/dpa

Janina Hettich-Walz erwischt beim Verfolger in Otepää am Schießstand einen rabenschwarzen Tag. Julia Tannheimer startet in Estland eine furiose Aufholjagd. Es jubelt eine Italienerin.

Nach ihrem starken vierten Rang im Sprint am Freitag – nur Julia Simon (Frankreich/1.), Lisa Vittozzi (Italien/2.) und Lou Jeanmonnot (Frankreich/3.) waren etwas schneller – hatte sich Janina Hettich-Walz (SC Schönwald) in Otepää für den Verfolger mit vier Schießeinlagen am späten Samstagnachmittag viel vorgenommen.

 

„Das ist schon ein bisschen ärgerlich. Aber ich kann mir nichts vorwerfen. Ich habe alles gegeben und bin glücklich, dass die Null geblieben ist. Vielleicht ist ja morgen mehr drin“, meinte Hettich-Walz nach dem knapp verpassten Podest am Sportschau-Mikrofon.

Der Verfolger

Die Schwarzwälderin ging mit einem Rückstand von knapp 25 Sekunden auf Simon ins Rennen. Julia Tannheimer (DAV Ulm, früher am Furtwanger Skiinternat) wollte als 29. (+ 1:40 Minuten) das Feld von hinten aufrollen. Dies schaffte die Ulmerin. Trotz vier Fehlern verbesserte sich die 20-Jährige noch auf den 14. Rang.

Janina Hettich-Walz hatte nach den ersten zehn Schüssen schon drei Fahrkarten stehen. Damit fiel die Lauterbacherin weit zurück. Es wurde am Stand nicht besser. Nach weiteren vier Strafrunden, insgesamt also sieben, landete die 29-Jährige mit einem Rückstand von 3:22 Minuten auf Lisa Vittozzi auf dem 26. Rang.

Im Verfolger jubelte Lisa Vittozzi. Die italienische Olympiasiegerin setzte sich nach zwei Strafrunden souverän vor der Finnin Suvi Minkkinen und Lou Jeanmonnot aus Frankreich durch. Als beste Deutsche kam Vanessa Voigt auf Rang zehn.

So geht es weiter

Am Sonntag stehen in Estland noch eine Single Mixed-Staffel und eine Mixed-Staffel auf dem Programm. Dann will Janina Hettich-Walz wieder mit den DSV-Team voll angreifen – und besser treffen.