Janina Hettich-Walz bei der WM in Oberhof am Schießstand. Ihre drei Rennen betrachtet sie im Rückblick sehr differenziert. Foto: Martin Schutt

Schwarzwälder Biathletin zieht nach den Tagen in Oberhof ein Fazit. Von der Stimmung an der Strecke überwältigt.

Die großen WM-Tage der Biathleten in Oberhof sind Geschichte. Janina Hettich-Walz (SC Schönwald) erholt sich nach ihren drei Starts gerade im heimischen Lauterbach. Ihre Resultate im Rückblick: Platz 23 im Sprint, Rang 20 in der Verfolgung und der 42. Platz im Einzel. Wir sprachen mit der 26-Jährigen aber nicht nur über ihr Abschneiden bei der Heim-Weltmeisterschaft, sondern blickten mit ihr auch auf die kommenden Wochen.

 

Frau Hettich-Walz, wie sieht Ihr persönliches Fazit nach den Tagen in Oberhof aus?

Insgesamt sehe ich meine drei Starts mit gemischten Gefühlen. Ich denke, meine Leistungen im Sprint und in der Verfolgung waren ganz okay. Im Einzel habe ich ganz gut angefangen. Drei Schießfehler haben mir dann das Genick gebrochen. Danach war mir klar, dass ich vermutlich bei dieser Weltmeisterschaft keine Einsätze mehr bekomme. Das war sehr schade, weil ich der Meinung war, dass ich mit unseren drei jungen Läuferinnen auf einem ähnlichen Leistungslevel war.

Die Gänsehautmomente

Die Stimmung in Oberhof war hervorragend.

Das stimmt. Es war überragend. Die Zuschauer waren der Wahnsinn. Es gab für mich einige Gänsehautmomente.

Wie beurteilen Sie insgesamt das Abschneiden der deutschen Biathletinnen?

Im Großen und Ganzen gut. Denise Hermann-Wick hat toll geliefert. Hannah Kebinger und Sophia Schneider mit persönlichen Bestleistungen waren auch gut dabei. Die Silbermedaille in der Staffel war der optimale Schlusspunkt. Ich denke, dass unser Damenteam mit dieser WM zufrieden sein kann.

Die Erfahrungswerte

Was nehmen Sie alles an neuen Erfahrungen mit aus diesen Titelkämpfen?

Ich war vielleicht mental nicht immer ganz frei. Daran muss ich arbeiten. Wichtige Erfahrungen nimmt man aus so einer WM immer mit. Für mich heißt es: Den Kopf nicht in den Sand zu stecken und einfach weitermachen. (lacht). Ich habe ja noch ein paar Jährchen und noch einige Weltmeisterschaften vor mir.

Der Blick auf das Saisonfinale

Wie geht es nun in den kommenden Wochen für Sie weiter?

Ich trainiere in dieser Woche zunächst daheim im Schwarzwald. Am kommenden Dienstag reise ich zum nächsten Weltcup nach Nove Mesto. Danach stehen noch die Weltcups in Östersund und schließlich das Saisonfinale am Holmenkollen an.

Was nehmen Sie sich noch für die letzten Weltcups in dieser Saison vor?

ich wünsche mir noch einen Platz unter den Top Ten und möchte individuell noch gute Leistungen zeigen.