Hakt Janina Hettich-Walz schon bei der zweiten Weltcup-Station in Hochfilzen die deutsche Olympia-Norm ab? In Österreich stehen ein Sprint, ein Verfolger und eine Staffel auf dem Plan.
17, 37 und die wichtige 15 – das waren für die junge Mutter aus Lauterbach entscheidenden Zahlen beim Weltcup-Auftakt in Östersund.
Das Einzel und der Sprint liefen am Schießstand noch nicht perfekt, doch dann glänzte die Biathletin des SC Schönwald mit einer Aufholjagd in der Verfolgung. Nach drei von vier Schießen schnupperte Hettich-Walz bei ihrem Weltcup-Comeback nach der Babypause sogar an den Top 10, bevor nach zwei Fehlern am Ende der 15. Rang heraussprang.
Damit hatte die Lauterbacherin die erste Teilnorm für die Winterspiele in Italien in der Tasche.
„Es waren noch nicht die Ergebnisse, die ich mir für die Einzelrennen vorgenommen habe. Mit der halben Olympianorm heute in der Verfolgung war’s dann aber doch noch ein versöhnlicher Abschluss“, schreibt die Schwarzwälderin auf Instagram.
Halbe Norm
Sollte es Janina Hettich-Walz nun in Österreich noch einmal in die Top 15 im Sprint (Freitag, 14.15 Uhr) oder im Verfolger (Sonntag, 14.45 Uhr) schaffen, dann hätte sie bereits in Hochfilzen die nationalen Kriterien für einen Startplatz bei den Olympischen Spielen im Biathlon-Mekka von Antholz erfüllt.
„Meine Laufform ist auf jeden Fall ganz gut, darauf lässt sich aufbauen. Es sind aber noch zu viele Scheiben stehen geblieben. Nichtsdestotrotz habe ich im Verfolger noch die halbe Olympianorm geschafft – das war wichtig. Es war auch mein großes Ziel, dass ich zumindest eine halbe Norm noch schaffe. Von daher reise ich doch noch mit einem versöhnlichen Gefühl ab und freue mich jetzt auf die Wettkämpfe in Hochfilzen“, ist die Schwarzwälderin vor den Rennen in Österreich zuversichtlich.
Roman Rees muss warten
Zwischen den Einzelwettkämpfen steht in Hochfilzen noch der Staffelwettbewerb auf dem Programm. Die DSV-Frauen wollen dabei am Samstag (14.15 Uhr) auf das Podest.
„Die Aufstellung in Hochfilzen sieht wie folgt aus: Wir planen bei den Damen mit Vanessa Voigt, Janina Hettich-Walz, Julia Tannheimer, Anna Weidel und Julia Kink. Julia wird dabei Marlene Fichtner ersetzen. Wichtige Läuferinnen für uns, wie Selina Grotian und Franziska Preuß, sollen ebenfalls nach Hochfilzen reisen. Die endgültige Entscheidung fällt allerdings erst in den kommenden ein bis zwei Tagen, da beide bekanntlich in Östersund erkrankt sind und wir aktuell noch nicht zu hundert Prozent sagen können, ob es reicht.“ So lässt sich Biathlon-Sportdirektor Felix Bitterling in einer DSV-Mitteilung zitieren.
Bei den Herren ist für den Schwarzwälder Roman Rees (SV Schauinsland) weiter kein Platz im deutschen Weltcup-Team. David Zobel ersetzt nach seinen starken Leistungen im IBU-Cup Lucas Fratzscher.