Die Würfel sind gefallen. Nun weiß also Janina Hettich-Walz, wer noch das Ticket für den Weltcup-Auftakt in Östersund gelöst hat. Eine WM-Medaillengewinnerin ist nicht dabei.
Janina Hettich-Walz (SC Schönwald) konnte sich am Wochenende etwas zurücklehnen. Das Biathlon-Ass aus dem Schwarzwald war nach starken Vorleistungen bei der DM und der Weltcup-Generalprobe in Idre Fjäll (Schweden) bereits am Freitag vorzeitig von den Bundestrainern für die ersten Rennen im olympischen Winter in Östersund nominiert worden.
Die 29-Jährige konnte sich also im heimischen Lauterbach den letzten Feinschliff für die Rennen in Schweden holen. Sie wird dann ihr mit großer Spannung erwartetes Comeback nach der Babypause feiern. „Ich würde gerne die Olympianorm in diesem Jahr noch abhaken, dann könnte man schon etwas entspannter Weihnachten feiern. Wenn ich in Antholz dabei sein sollte, dann ist schon eine Medaille mein Ziel“, gibt Hettich-Walz ihre Ziele preis. Los geht es in Östersund am Samstag mit den Staffeln.
Die letzten Tickets
WM-Medaillengewinnerin Sophia Schneider fehlt dagegen im Aufgebot. Sie soll sich zunächst im zweitklassigen IBU-Cup beweisen. Die letzten beiden Weltcup-Plätze sicherten sich am Wochenende in Ruhpolding Marlene Fichtner und Anna Weidel.
Gesamtweltcupsiegerin Franziska Preuß, Vanessa Voigt, Selina Grotian und Julia Tannheimer (DAV Ulm, Ex-Skinternat Furtwangen) waren im Vorfeld gesetzt. Janina Hettich-Walz hatte sich am Freitag den fünften von sieben DSV-Startplätzen gesichert.
Das Männer-Team
Bei den Männern müssen sich der Schwarzwälder Roman Rees (SV Schauinsland) und Johannes Kühn erst einmal im IBU-Cup ihr Können beweisen. Philipp Nawrath, Justus Strelow, Lucas Fratzscher, Simon Kaiser, Philipp Horn und Danilo Riethmüller bilden in Östersund das deutsche Aufgebot.
Rennen in Östersund
Samstag, 29. November: Staffel Frauen und Männer.
So nntag, 30. November: Single Mixed und Mixed Staffel.
Dienstag, 2. Dezember: Einzel Frauen.
Mittwoch, 3. Dezember: Einzel Männer.
Freitag, 5. Dezember: Sprint Frauen.
Samstag, 6. Dezember: Sprint Männer.
Sonntag, 7. Dezember: Verfolgung Frauen und Männer.
Laura-Dahlmeier-Preis
In Gedenken an die tödlich verunglückte Laura Dahlmeier lobt der Deutsche Skiverband einen Laura-Dahlmeier-Preis aus.
Vom kommenden Jahr an wird der Preis an eine herausragende Nachwuchsathletin oder einen herausragenden Nachwuchsathleten im DSV verliehen. „Er ist ganz bewusst offen für alle Disziplinen, also nicht nur für Biathlon. Wir haben das im Vorfeld natürlich mit Lauras Eltern abgestimmt und sind sehr dankbar, dass sie diese Idee unterstützen“, sagte DSV-Vorstand Stefan Schwarzbach.Die zweimalige Biathlon-Olympiasiegerin und siebenmalige Weltmeisterin Dahlmeier war am 28. Juli bei einem Kletterunfall am Laila Peak ums Leben gekommen.