Sie strahlen: Janina Hettich-Walz (Zweite von links) meldete sich mit der deutschen Staffel (links neben ihr Vanessa Voigt – rechts Julia Tannheimer und Anna Weidel) nach ihrem enttäuschenden 53. Rang im Freitag im Sprint eindrucksvoll zurück. Foto: Hendrik Schmidt/dpa

Janina Hettich-Walz zeigt mit dem deutschen Team beim Weltcup in Hochfilzen – trotz eines Sturzes – eine starke Leistung. Am Sonntag steht die Verfolgung an.

Nach Rang elf in Östersund sind die deutschen Biathletinnen beim zweiten Weltcup-Staffelrennen der Saison am Samstag im österreichischen Hochfilzen auf einen guten dritten Platz gelaufen.

 

Auch für Janina Hettich-Walz (SC Schönwald) tat dieses Rennen gut, denn am Freitag hatte sie im Sprint nur den 53. Platz belegt.

Die schwedische Staffel gewann mit einem souveränen Start- und Zielsieg. Rang zwei sicherte sich Norwegen vor dem deutschen Quartett (51,3 Sekunden Rückstand auf Schweden).

Das Team des Deutschen Skiverbandes (DSV), bestehend aus Anna Weidel, Julia Tannheimer, Janina Hettich-Walz und Vanessa Voigt zeigte sich damit nach der schwachen ersten Staffelrennen des Winters in Östersund (nur Rang elf) in Hochfilzen deutlich verbessert. An diesem Samstag fehlten die beiden erkrankten Biathletinnen Franziska Preuß und Selina Grotian.

„Für das Team ist es unglaublich wichtig. Es ist zwar erst Anfang der Saison, aber natürlich wollen wir auch ganz vorne mitmischen“, erklärte Schlussläuferin Vanessa Voigt anschließend am Samstagnachmittag in der „ARD Sportschau“.

Der Rennverlauf

Für Startläuferin Anna Weidel war es der fünfte Einsatz in einer Weltcup-Staffel. Nach zwei Nachladern und einer superschnellen zweiten Runde übergab Weidel mit 15,2 Sekunden Rückstand auf die führenden Schwedinnen an Julia Tannheimer (DAV Ulm/früher Skiinternat Furtwangen). Diese übergab als Dritte an Janina Hettich-Walz.

Die Schwarzwälderin kollidierte an einem Anstieg mit einer Konkurrentin, verlor kurz die Balance, konnte aber das Rennen fortsetzen.

Die verlorenen Positionen machte Janina Hettich-Walz mit einem starken Schießen wieder wett und war nun hinter Schweden und Norwegen Dritte.

Zwei Nachlader auf der letzten Scheibe kosteten der Schönwälderin einen weiteren Rang an die Slowenin Anastasiya Kuzmina. Mit ihr lieferte sie sich auf dem Weg zum letzten Wechsel ein Duell um den dritten Rang.

DSV-Schlussläuferin Vanessa Voigt machte sich mit rund 55 Sekunden Rückstand auf Schweden in die Spur, dazwischen lag 15 Sekunden entfernt das norwegische Quartett. Mit einem gewohnt starken Schießen konnte die Thüringerin den Rückstand auf sechs Sekunden verringern, während die Schwedin Hanna Öberg an der Spitze einsam dem Sieg entgegenlief. Auch nach dem zweiten fehlerfreien Schießen war Voigt fünf Sekunden hinter der zweitplatzierten Norwegerin Maren Kirkeeide, die aber die deutlich bessere Läuferin war. Am Ende stand für die deutsche Frauenstaffel der gute dritte Platz.

Für Janina Hettich-Walz und Co. geht es in Hochfilzen am Sonntag (14.45 Uhr) mit der Verfolgung weiter.