Das große Abenteuer ist vorbei, nach einer rund 28 Stunden langen Rückreise aus dem südkoreanischen Gangwon sind vier Biathlon-Talente wieder im Furtwanger Skiinternat (SKIF). Mit im Gepäck haben Jana Duffner und Co. viele Geschichten.
Während in Gangwon noch bis 1. Februar um Medaillen gekämpft wird, ist Jana Duffner wieder gut 8500 Kilometer entfernt im heimischen Schönwald angekommen.
„Um 2 Uhr morgens waren wir endlich wieder alle daheim“, ist die 16-Jährige froh, dass die lange Reise vorbei ist. Die Tage in Gangwon, gut 100 Kilometer von der Hauptstadt Seoul entfernt, wird sie nie – wie auch ihre SKIF-Mitschüler Lukas Tannheimer (DAV Ulm), Hanna Beck (DAV Ulm) und Finn Zurnieden (SV Kirchzarten) – vergessen.
Die Höhepunkte
„Die Spiele waren für uns alle eine tolle Erfahrung, die wir nicht missen wollen. Wir durften viele andere Sportler kennenlernen“, fühlte sich Duffner als „Teil einer großen Sportfamilie“ perfekt aufgehoben. Und was bleibt die Biathletin des SC Schönwald besonders in Erinnerung?
Die externe SKIF-Schülerin muss nicht überlegen. „Die Eröffnungsfeier“, hebt die 16-Jährige zudem die gemeinsame Zeit mit den Sportlerinnen und Sportlern aller Nationen nach ihrem letzten Rennen und die „Gemeinschaft innerhalb unseres Teams“ hervor.
Südkorea
Vor knapp zwei Wochen hatte mit dem Flug von München nach Seoul – es war der erste Flug für Jana Duffner überhaupt – eine Reise ins Unbekannte begonnen. „Wir haben eine völlig neue Kultur erfahren dürfen, wobei wir doch zu dem Schluss gekommen sind, dass wir es in Deutschland sehr schön haben. Das Essen in Südkorea war sehr speziell“, freut sich die Schönwälderin nun wieder auf Schwarzwald-Kost.
Neu war für die Biathlon-Talente in Asien auch, „dass plötzlich Menschen unbedingt ein Bild mit uns machen wollten. Aber da hat man sich sehr geehrt gefühlt.“
Die Wettbewerbe
Sportlich lief es für das SKIF-Quartett nicht perfekt. Dies lag nicht nur an Problemen am Schießstand. Jana Duffner fand sich auf den Rängen 48 (Einzel) und 38 (Sprint) wieder, Hanna Beck kam auf die Plätze 21, 14 und fünf (Mixed-Staffel), für Lukas Tannheimer wurden die Ränge 43, 19 und fünf notiert und Finn Zurnieden belegte bei den Youth Olympic Games die Plätze 13 und 31.
„Mir hat das Profil der Strecke sehr gefallen. Die Kälte und der starke Wind waren bei den Wettkämpfen eine Herausforderung. Ich kann mit meinen Wettkämpfen leider gar nicht zufrieden sein. Ich war nicht richtig in Form, vor allem läuferisch“, blickt Jana Duffner auf ihre beiden olympischen Rennen. Dafür freute sich die Biathletin riesig über die Silbermedaillen von Marie Keubel und des Single-Mixed-Duos. „Wir waren eine tolle Truppe und haben uns untereinander gut verstanden.“
Der Ausblick
Die junge Schönwälderin nimmt also viel mit aus Südkorea. „Ich lerne enorm daraus. Die Olympischen Jugendspiele waren eine meiner prägendsten und krassesten Erfahrungen“, hätte sich die Tochter von Skisprung-Team-Olympiasieger Christof Duffner nur andere Bedingungen bei ihrer Rückkehr in den Schwarzwald gewünscht.
„Das Training hier wird wieder auf Rollern und in Crossschuhen sein, da hier leider zu wenig Schnee liegt“, hoffen Jana Duffner und Co., dass in diesem Winter noch einige Deutschlandpokal-Wettbewerbe stattfinden werden.