Jan-Christoph Gockel Foto: Grünschloss

Als ein Reisetagebuch sieht Jan-Christoph Gockel seine Inszenierung seines Stücks „Kongo Müller“, das an diesem Donnerstag im Theater Rampe uraufgeführt wird.

Stuttgart - „Kongo Müller“ nimmt kein Blatt vor den Mund, wenn es darum geht, die Bewohner des Kongo zu charakterisieren oder zu schildern, was er mit seinen Gegnern dort gemacht hat. Mitte der 1960er Jahre erlangte er eine fragwürdige Berühmtheit, nachdem ein Dokumentarfilm über ihn gedreht wurde. In Deutschland konnte dieser Siegfried Müller nicht richtig Fuß fassen, deshalb wurde er in den 1950er Jahren Legionär in Afrika.

Für den Regisseur Jan-Christoph Gockel war das Anlass für eine theatralische Fallstudie, die an diesem Donnerstag um 20 Uhr im Theater Rampe uraufgeführt wird. Zu diesem Anlass ist Gokel mit dem Schauspieler Laurenz Leky in den Kongo gereist, um zu sehen, wie heute dort westliche Soldaten agieren. So hat er den in Stuttgart geborenen Diplomaten Martin Kobler getroffen, der dort eine Friedensmission der Vereinten Nationen leitet.

Gockels Fazit über die Erlebnisse vor Ort: „Da geht es nach wie vor ziemlich brutal zu, auch wenn es in der Kommunikation nicht so rüber kommt. Da wirken die Aussagen von Siegfried Müller altbacken.“ Das Stück „Kongo Müller“ ist für Gockel ein Reisetagebuch, da er Laurenz Leky mit der Videokamera begleitet hat. Diese Aufnahmen werden teil der Inszenierung sein.

Uraufführung an diesem Donnerstag um 20 Uhr im Theater Rampe. Karten unter 07 11 / 620 09 09 15. Weitere Aufführungen bis zum 22. Februar

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