In einer Bar in der Leopoldstraße gibt ein Mann mehrere Schüsse ab und flieht. Wenige Wochen später wird er festgenommen.
Es war an einem Sonntagabend Ende September: Die Nachricht, in der Weiler Innenstadt seien Schüsse gefallen, machte im Nu die Runde in der 3-Länder-Stadt.
Noch mehr Aufsehen erregte die Durchsuchung eines Döner-Restaurants in der Weiler Hauptstraße am Tag danach – sehr zum Verdruss des Wirts, der den guten Ruf seines Geschäfts geschädigt sah, wie er einen Tag nach dem Geschehen unserer Redaktion mitteilte.
Am Eingang seines Lokals „Bam-Bam“, dass erst vor wenigen Monaten seine Pforten geöffnet hatte, standen über Stunden schwer bewaffnete Polizisten.
Der Gehweg war abgesperrt. Für alle, die nicht selbst an der viel befahrenen Stelle vorbeikamen, waren die Geschehnisse live und in Farbe in den sozialen Medien festgehalten.
Nach und nach gewann das Geschehen Kontur: An der Shisha-Bar mit Namen „Dem-Lounge“, die unter der Woche bis 1 Uhr und am Wochenende bis drei Uhr geöffnet hat, war ein größeres Einschussloch in einer zur Straße weisenden, ansonsten intakten Glasscheibe zu sehen. Die Tür zur Bar war mit einem Polizeisiegel versehen. Die Bestätigung durch die Polizei erfolgte dann am Dienstagmittag.
Ihr zufolge hatte ein Mann am Sonntag gegen 22 Uhr mit einer Handfeuerwaffe in einer Bar mehrere Schüsse abgegeben. Niemand sei verletzt worden, heißt es. Das Döner-Restaurant an der Hauptstraße sei im Zuge der Ermittlungen durchsucht worden. Die Schüsse waren auch in den umliegenden Wohnhäusern zu hören.
Die Bar befindet sich in einer von der Hauptstraße abzweigenden Straße, unweit des Weiler Polizeireviers. Es habe für sie zunächst so geklungen, als hätte jemand mit viel Schwung die Deckel metallener Müllbehälter zugeschlagen, erklärte eine Anwohnerin unserer Redaktion.
Der Tatverdächtige, ein 32-jähriger Türke, wurde am Montag, 13. Oktober, anlässlich einer Verkehrskontrolle in Tschechien angehalten. Aufgrund des gegen ihn bestehenden europäischen Haftbefehls wegen dringenden Verdachts des versuchten Totschlags wurde er festgenommen, nach Deutschland überstellt und in ein Gefängnis gebracht.