2025 hat sich auch in Zimmern ob Rottweil viel getan. Bürgermeisterin Carmen Merz erzählt wie das Jahr 2025 verlaufen ist und was sie sich für das kommende wünscht.
Das Jahr neigt sich dem Ende zu. Ein Jahr in dem auch in den Gemeinden im Kreis Rottweil viel passiert ist. So auch in Zimmern ob Rottweil.
Bürgermeisterin Carmen Merz startete das Jahr mit einer Wiederwahl zur Bürgermeisterin. Nun verrät sie was ihre Highlights des Jahres 2025 sind und was im kommenden Jahr auf die Kommune zukommt.
An welche Ereignisse und Termine im Jahr 2025 erinnern Sie sich besonders gerne? Besonders gerne erinnere sie sich an ihre Wiederwahl. Diese sei mit einem klaren Auftrag verbunden: begonnenen Themen verlässlich weiterzuführen. Auch das Jubiläumsjahr „750 Jahre Zimmern ob Rottweil“ – besonders die Veranstaltungen, die von Vereinen und Ehrenamt getragen wurden – bleiben ihr im Gedächtnis.
Der Fortschritt beim Neubau der Dreifeldsporthalle sei ebenfalls ein Highlight. Das Richtfest sei ein sichtbarer Meilenstein. „Das zeigt, dass wir in die Zukunft unserer Jugend und Sportvereine investieren“, so Merz.
Was hat Sie im vergangenen Jahr so richtig geärgert? „Mich ärgert die zunehmende Diskrepanz zwischen den wachsenden Erwartungen an die Kommunen und der tatsächlichen finanziellen Ausstattung. Aber es spornt nur mehr an, Vorgänge kritisch zu hinterfragen und kreative Lösungen zu finden.“
Welche Herausforderungen gab es? Herausforderungen sieht die Bürgermeisterin darin, viele Pflichtaufgaben parallel zu großen Investitionsprojekten zu meistern. Auch die personelle Weichenstellung in Führungsebenen sei herausfordernd. Im kommenden Jahr würden zentrale Positionen im Bauamt sowie im Bereich soziales neu besetzt werden, um die Verwaltung zukunftsfähig aufzustellen, sagt sie. Weitere Schwierigkeiten würden Projekte mit sich bringen, da sie trotz Preis- und Terminrisiken belastbar gesteuert werden müssten.
Was gibt Ihnen Kraft? Kraft gebe ihr ihre Familie und wenn es zeitlich möglich sei Auszeiten mit ihrem Pferd, verrät sie. „Das erdet und schafft den Kopf frei.“
Die finanzielle Lage der Kommunen ist angespannt wie nie – wird das 2026 besser? „Nein, leider nicht. Die kommenden Jahre werden finanziell schlechter, die Lage ist angespannt. Pflichtaufgaben, Umlagen und laufende Kosten steigen, Spielräume werden kleiner.“
Angesichts der knappen Haushaltslage muss streng priorisiert werden. Wo sehen Sie die Schwerpunkte 2026? „Für den Haushalt 2026 haben wir die Budgets um rund 20 Prozent gekürzt und zwingen uns zu klarer Priorisierung.“ Dabei stünden Sicherheit und Substanzerhaltung, Absicherung der Pflichtaufgaben und Aufrechterhaltung wichtiger freiwilliger Aufgaben durch Förderung im Vordergrund. Außerdem sollen Investitionen nur bei klarer Notwendigkeit oder wenn Förderfenster tragfähig seien, umgesetzt werden, so die Bürgermeisterin.
Was wünschen Sie sich für 2026? Carmen Merz wünscht sich für das kommende Jahr, dass der kommunale Gestaltungsspielraum wieder größer werde und weniger Zeit mit Bürokratie, sondern mehr Zeit mit der Umsetzung guter Ideen verbracht werden könne. „Ich wünsche mir, dass wir als Gemeinde weiterhin mutig bleiben, auch wenn der Wind rauer wird.“
Haben Sie persönlich gute Vorsätze? „Gute Vorsätze halten oft nur bis Mitte Januar – ich setze lieber auf tägliche Disziplin und bewusste Pausen.“