Markus Türk blickt auf das Jahr 2025 zurück. Foto: Markus Türk

2025 hat sich in Villingendorf viel getan. Bürgermeister Marcus Türk erzählt unserer Redaktion wie das Jahr 2025 verlaufen ist und was er sich für das kommende wünscht.

Das Jahr neigt sich dem Ende zu. Ein Jahr in dem in den Gemeinden im Kreis Rottweil viel passiert ist. So auch in Villingendorf.

 

Mit 88,9 Prozent der Stimmen wurde Marcus Türk im Jahr 2018 zum Bürgermeister gewählt. Nun neigt sich seine erste Amtszeit dem Ende zu. Er blickt auf das Jahr 2025 zurück und gibt einen Ausblick auf das kommende Jahr.

An welche Ereignisse im Jahr 2025 erinnern Sie sich besonders gerne?

Da gäbe es so viel zu nennen, dass ich mich auf einige wenige beschränken muss. Es gab viele Vereinsveranstaltungen, die das kulturelle, soziale und sportliche Leben in unserer Gemeinde enorm bereichert haben. Zudem gab es mehrere herausragende Veranstaltungen für Seniorinnen und Senioren, wie die Seniorenfasnet, das Mittagessen für Seniorinnen und Senioren in der Mensa oder den Seniorennachmittag im Advent. Ebenfalls zu nennen wäre die Verleihung des Ehrenringes an Karl-Heinz Wachter, das 50-jährige Jubiläum des Gemeindeverwaltungsverbandes Villingendorf, die Eröffnung des Kindergartens Obere Gasse, die Sportlerehrung, die Feierstunde zur Umwandlung unserer Schule in eine Realschule, die Blutspenderehrung, die Jahreshauptübung von Feuerwehr und DRK sowie die Floßeinweihung bei den Fischweihern.

Was hat Sie im vergangenen Jahr so richtig geärgert?

Ich hätte mir einen glücklicheren Ablauf der Straßensanierungsarbeiten um Villingendorf herum gewünscht. Insbesondere die im Oktober begonnene und zwischenzeitlich wieder aufgehobene Umleitung durch unser Dorf war in vielerlei Hinsicht eine Zumutung – insbesondere für die Anwohnerinnen und Anwohner. Auch wurden wir als Gemeindeverwaltung von der zuständigen Behörde zu wenig informiert. Manche Informationen erfuhren wir sogar erst aus der Zeitung.

Welche Herausforderungen gab es?

Auch hier gäbe es so viel zu nennen, dass ich nur einige nennen kann. Der Kindergarten Obere Gasse wurde in Betrieb genommen, um zusätzliche Betreuungsplätze für Kindergartenkinder in unserer Gemeinde anbieten zu können. Ebenso gingen die Arbeiten zum Anschluss an die Kläranlage Rottweil stetig voran, so dass wir im kommenden Jahr fertig werden.

Mit der Sanierung unseres Kanalnetzes wurde zudem begonnen – einem großen Projekt, das wohl noch für die kommenden Jahre eine Herausforderung bleiben wird.

Derzeit sind wir zudem mit dem Anbau an das Grundschulgebäude beschäftigt. Hier werden Räumlichkeiten für die Ganztagesbetreuung der Schule geschaffen sowie neue Kindergartenräume, in welche der Kindergarten Obere Gasse nach Fertigstellung einziehen wird. Der Abbruch des Hausmeisterhauses ist bereits erfolgt, die ersten Vergaben zum Neubau sind auch schon auf dem Weg. Die Suche nach einer Betreiberin oder einem Betreiber einer Zahnarztpraxis und einer Apotheke im Hoheim war ebenfalls ein langwieriges und schwieriges Unterfangen. Glücklicherweise konnte mittlerweile eine Zahnärztin gefunden werden, und auch in Sachen Apotheke stehen die Chancen gut, im Jahr 2026 eine Neueröffnung feiern zu können.

Was gibt Ihnen Kraft?

Der Blick zurück auf das Erreichte. Wenn man sich ansieht, was wir im vergangenen Jahr alles geschafft haben, können wir damit sehr zufrieden sein. Motivierend hierbei ist insbesondere das Engagement von Gemeindeverwaltung und Gemeinderat, hierbei an einem Strang zu ziehen.

Die finanzielle Lage der Kommunen ist angespannt – wird das 2026 besser?

Für das Jahr 2026 rechnen wir im Ergebnishaushalt mit einem negativen Gesamtergebnis von 88 000 Euro. Das ist recht gut, wenn man es mit einigen anderen Gemeinden derselben Größenordnung in unserer Umgebung vergleicht, denn viele von ihnen weisen ein Negativergebnis in sechs- oder sogar siebenstelliger Höhe aus. Dennoch müssen wir uns darauf einstellen, dass die gesamtwirtschaftliche Situation in nächster Zeit nicht besser wird und deshalb sorgsam mit unseren Finanzen haushalten. Insbesondere im Hinblick auf die anstehenden Investitionen ist es daher von besonderer Bedeutung, weiterhin ein glückliches Händchen bei der Generierung von Fördermitteln zu haben, wie zum Beispiel beim Anbau an das Grundschulgebäude, wo wir Förderzusagen in Höhe von zwei Drittel der geschätzten Gesamtkosten haben.

Angesichts der knappen Haushaltslage muss priorisiert werden. Wo sehen Sie die Schwerpunkte im neuen Jahr?

Priorität in 2026 haben die Fertigstellung des Anschlusses an die Kläranlage Rottweil, die Fortführung der Kanalsanierung sowie die Bauarbeiten zum Anbau an das Grundschulgebäude. Die Herausforderung hierbei ist, dass wir dies termin- und kostengerecht hinbekommen. Bislang sieht es hier überall ziemlich gut aus.

Was wünschen Sie sich für 2026?

Ich würde mir wünschen, dass die bereits genannten Projekte ohne größere Komplikationen vonstattengehen und wir so die Gemeinde weiter voranbringen können.

Haben Sie persönlich gute Vorsätze?

Ich muss noch ein Versprechen bei unserem neuen Pfarrer Michael Ott einlösen. Hier hoffe ich, dass ich dies im Januar noch erledigen kann…