Peter Schumacher wurde als Bürgermeister in Dunningen im März bestätigt. Nun blickt er auf das Jahr 2025 zurück. Foto: Peter Schumacher

2025 wurde auch in Dunningen viel bewegt. Bürgermeister Peter Schumacher erzählt unserer Redaktion wie das Jahr verlaufen ist und was er sich für das kommende wünscht.

Das Jahr neigt sich dem Ende zu. Ein Jahr, in dem auch in den Gemeinden im Kreis Rottweil viel passiert ist. So auch in Dunningen.

 

Bürgermeister Peter Schumacher startete mit viel Rückenwind in seine zweite Amtszeit. Im März wurde er mit 98,81 Prozent der abgegebenen Stimmen von den Bürgern bestätigt. Unserer Redaktion hat er nun verraten, was seine Highlights im Jahr 2025 waren und mit welchen Vorsätzen er ins neue Jahr startet. Ein Rückblick auf 2025 und ein Ausblick auf 2026.

An welche Ereignisse im Jahr 2025 erinnern Sie sich besonders gerne?

Ich erinnere mich gerne an die zurückliegenden Gemeinderatssitzungen, wo wir gemeinsam viele Projekte vorangetrieben haben; allem voran die Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses Dunningen aber auch die Sanierung des Kindergartens Lackendorf und den Neubau des Kindergartens Seedorf. Zu guter Letzt bleibt natürlich die Bürgermeisterwahl am 30. März 2025 in schöner Erinnerung, wo mich die Bürgerschaft mit einem hervorragenden Votum im Amt bestätigt hat.

Von Bürokratieabbau nichts zu spüren

Was hat Sie im vergangenen Jahr so richtig geärgert?

Mich ärgert maßlos, dass Bund und Land die Kommunen noch immer mit Aufgaben überschüttet, ohne uns mit den entsprechenden finanziellen Ressourcen auszustatten und dass vom vielbeschworenen Bürokratieabbau bislang so gut wie nichts spürbar ist.

Welche Herausforderungen gab es?

Die größte Herausforderung war – wie in fast allen Kommunen – die Haushaltslage. Gleichzeitig steigen die Anforderungen in nahezu allen Bereichen: von der Kinderbetreuung über Schule und Infrastruktur bis hin zu Klima- und Energiethemen. Diese Aufgaben verantwortungsvoll zu priorisieren und dennoch handlungsfähig zu bleiben, war und ist eine anspruchsvolle Gratwanderung.

Was gibt Ihnen Kraft?

Kraft gibt mir zuvorderst meine Familie. Darüber hinaus motivieren mich täglich die vielen engagierten Bürgerinnen und Bürger, ein hervorragend arbeitender Gemeinde- und Ortschaftsrat sowie zuverlässige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Zu sehen, mit wie viel Herzblut sie sich einbringen, ist für mich eine große Antriebskraft.

Finanzielle Lage wird sich verschlechtern

Die finanzielle Lage der Kommunen ist angespannt wie nie – wird das 2026 besser?

Nein, ganz im Gegenteil: Die finanzielle Lage der Kommunen wird sich drastisch verschlechtern. Genau davor warnen wir Bürgermeisterinnen und Bürgermeister schon seit Jahren, ohne Gehör in der Bundes- und Landespolitik zu finden.

Angesichts der knappen Haushaltslage muss streng priorisiert werden. Wo sehen Sie die Schwerpunkte in Ihrer Gemeinde im neuen Jahr?

In den kommenden Jahren stehen noch zwei Großprojekte zur Umsetzung an: die Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses Dunningen und die Sanierung des Kindergartens Lackendorf. Bei einer hohen Förderquote können wir unter Umständen auch über eine Sanierung des Lehrschwimmbeckens in Seedorf nachdenken. Danach wird es für einige Jahre keine Spielräume für Neues mehr geben.

Weiterhin mit Augenmaß und Verlässlichkeit

Was wünschen Sie sich für das Jahr 2026?

Ich wünsche mir verlässliche Rahmenbedingungen für die kommunale Arbeit, zügigere Verfahren und eine offene, ehrliche Diskussion darüber, was vor Ort leistbar ist.

Haben Sie persönlich gute Vorsätze?

Ich halte es entsprechend Oscar Wilde, der gesagt hat: „Gute Vorsätze sind Schecks, die man auf eine Bank ausstellt, bei der man kein Konto hat“. In diesem Sinne werde ich mir keine klassischen Vorsätze vornehmen. Wichtig ist viel mehr, die anstehenden Aufgaben weiterhin mit Augenmaß, Verlässlichkeit und Freude anzugehen.