Bürgermeister Siegfried Scheffold und Manuela Bächle, die auch für das Amtsblatt zuständig ist, gaben bekannt: ab sofort ist der "Jahresrückblick" auf der städtischen Homepage abrufbar. Foto: Jehle

Aufgrund der Pandemie ist in Hornberg die Dezembersitzung des Gemeinderats ausgefallen. Zum traditionellen Jahresrück- und -ausblick hatte Bürgermeister Siegfried Scheffold daher in das Rathaus eingeladen.

Hornberg - Trotz des insgesamt schwierigen Jahres zog Scheffold ein weitgehend positives Fazit: "Alles, was wir uns vorgenommen haben, konnte umgesetzt werden."

Sparsames Wirtschaften und mehr Gewerbesteuer

Ausgesprochen erfreulich sei, dass sich die Finanzen deutlich besser entwickelt haben als im Januar veranschlagt worden war. Zu verdanken sei dies dem sparsamen Wirtschaften sowie den sich im Laufe des Jahres verbessernden Finanzzahlen unter anderem bei der Gewerbesteuer.

Auf geplante Kreditaufnahme verzichtet

Hilfreich war laut Scheffold auch die Aufstockung der Zuschüsse aus dem Stadtsanierungsprogramm um 900 000 Euro und der erfolgreiche Antrag auf Ausgleichsstockmittel mit 460 000 Euro. "Auf die ursprünglich eingeplante Kreditaufnahme konnte deshalb verzichtet werden", so Scheffold.

Modernisierung der Stadthalle und der Schule

Aus seiner Sicht kennzeichnend für das vergangene Jahr waren die Großprojekte der Modernisierung der Stadthalle und der Wilhelm Hausenstein Schule. "Bei der Stadthalle sind alle Gewerke im Zeitplan und auch der Kostenrahmen liegt innerhalb der Kalkulation", teilte der Bürgermeister mit. Bis zu den Sommerferien soll die Stadthalle fertig sein. Die Tiefbauarbeiten für deren Vorplatz mit Außenanlagen und die Zufahrt sind laut Bürgermeister ausgeschrieben, die Auftragsvergabe soll Ende Januar erfolgen. Die benachbarte Heizzentrale befinde sich im Rohbau. Sie soll die umliegenden städtischen Gebäude und den evangelischen Kindergarten mit erneuerbaren Energien versorgen.

Evangelischer Kindergarten wird umgebaut

Letzterer soll für den steigenden Bedarf an Ganztagsbetreuung fit gemacht werden. Hierzu ist eine bauliche Erweiterung in beachtlichem Umfang geplant. Anfang 2023 sollen die Bauarbeiten beginnen. "Rund 1,5 Millionen Euro werden in das Projekt investiert", informierte Scheffold. Während der Bauzeit werde die Kita in den Schulhausneubau umgesetzt. Mit besonderer Freude verfolge er die Entwicklung der Wilhelm Hausenstein Schule sowohl was den baulichen Fortschritt bei der Modernisierung des Gebäudes als auch die Umsetzung der Digitalisierung betreffe.

Glasfaser für die bebauten Bereiche

Eine überraschend positive Entwicklung ist laut Scheffold auch beim Thema Breitbandversorgung zu verzeichnen gewesen. Mit der UGG sei ein Partner gefunden worden, der die bebauten Bereiche von Hornberg, Niederwasser und Reichenbach jeweils bis ins Haus mit Glasfaseranschluss versorgen wird. "Ein wesentlich aufwendigeres Thema ist die Erschließung der Außenbereiche", so Scheffold. Weitere Zukunftsprojekte seien unter anderem die Sicherung der örtlichen ärztlichen Versorgung, Notfallplanung, das Schlossbergkonzept, die Radwegeplanung nach Triberg sowie Hochwasserschutz.

Dank an die, die das Leben trotz Corona aufrecht erhalten

"Ein besonderes Anliegen ist es mir, allen zu danken, die das Leben in unser Stadt trotz Corona aufrecht erhalten und unter schwierigen Bedingungen für uns sorgen", betonte Scheffold. Ob im medizinischen Bereich, Kita, Schule und Handel oder Kommunalpolitik samt der Belegschaft des Rathauses haben alle einen "großartigen Job" gemacht.

Statistik

4230 Einwohner verzeichnet das Hornberger Standesamt im Jahr 2021. Es wurden 32 Geburten, 30 Eheschließungen und 52 Sterbefälle gemeldet, davon 44 in Hornberg.