Finanziell ist die Gemeinde Königsfeld besser durch 2020 gekommen als ursprünglich erwartet. Foto: Wolf

Kämmerin Irmgard Kern-Kaiser stellte im Gemeinderat die Jahresrechnung 2020 vor, die besser als erwartet ausfällt. Laut Bürgermeister Fritz Link kam die Gemeinde "mit einem blauen Auge davon".

Königsfeld - Kern-Kaiser sprach von einem recht guten Jahresergebnis. Die ordentlichen Erträge stiegen von geplant 13,4 auf fast 14,3 Millionen Euro. Die ordentlichen Aufwendungen liegen statt bei 14 nur bei 13,8 Millionen. Das ordentliche Ergebnis weist ein Plus von 460 700 Euro auf, gerechnet worden war mit einem Minus von knapp 645 000 Euro. Der Zahlungsmittelüberschuss, vergleichbar mit der früheren Zuführungsrate, liegt bei 1,074 Millionen Euro.

Änderungen gab es auch bei Investitionen. Deren Einnahmen sanken von geplant 742 500 auf knapp 497 000 Euro, die Ausgaben von 1,3 auf eine Million Euro. Der Finanzierungsmittelbestand, Anfang 2020 noch 2, 64 Millionen Euro, liegt aktuell bei etwa drei Millionen Euro.

Zwar sank der Einkommensteueranteil von geplanten 3,66 auf 3,33 Millionen Euro, dafür stiegen Schlüsselzuweisungen von 3,79 auf 4,05 Millionen Euro. Die Bilanz weist einen Betrag von 57,42 Millionen Euro aus. Die Liquidität lang Anfang 2020 bei 2,64, am Jahresende bei 2,87 Millionen, die Mindestliquidität bei 234 575 Euro.

Haushaltssperren

Bei der Wasserversorgung lag die Bilanzsumme bei 1,75 Millionen Euro, allerdings entstand ein Jahresverlust von 26 780 Euro der über den Jahresgewinn des Vorjahres ausgeglichen wird. Bei den Kurbetrieben liegt die Bilanzsumme bei 2,6 Millionen Euro, der Jahresverlust bei 609 000 Euro. Letzterer wird über den Haushalt 2021 ausgeglichen.

Die Jahresrechnung sei eine Menge Arbeit, so Link, der darauf hinwies, dass die gedruckte Version wegen des neuen Buchungssystems doppelt so dick wie zuvor ist. 2020 sei man mit einem blauen Auge davongekommen, urteilte er. Allerdings sei das Ergebnis nur dank der Haushaltssperren positiv. So sanken die Sach- und Dienstleistungen von geplanten 2,229 auf 1,88 Millionen. Sehr erfreulich sei, dass man alle Abschreibungen in Höhe von 1,6 Millionen Euro erwirtschaften konnte. Das in Zukunft zu erreichen werde sportlich.

Thomas Fiehn fragte nach dem Grund für die Mehreinnahmen im Gesamthaushalt. Link verwies zum Beispiel auf ein Plus von 25 000 Euro bei der Gewerbesteuer oder die Steigerung der Zuweisungen von geplant 4,9 auf 5,3 Millionen Euro. Zudem habe es Mehrzuweisungen in Form von Hilfspaketen gegeben, und bei Unterhaltung und Bewirtschaftung sparte die Gemeinde 343 000 Euro.

Beschränktes Polster

Trotzdem habe man nur ein beschränktes Polster, für 2022 gehe man nach Abzug der Verluste der Kurbetriebe von nur 1,4 Millionen an freier Liquidität aus. Der Gemeinderat nahm die vorgestellte Jahresrechnung an.