Das Jahresprogramm des Nationalparks Schwarzwald liegt vor. Die Nationalpark-Leiter Berthold Reichle und Britta Böhr laden bei Führungen auch wieder zum Dialog ein.
Der Nationalpark Schwarzwald öffnet mit seinem neuen Jahresprogramm 2026 erneut vielfältige Zugänge zur wilden Natur. Neben Ranger- und Familienführungen und Film- und Vortragsabenden im Nationalparkzentrum gibt es unter anderem auch wieder die Möglichkeit, mit der Nationalparkleitung persönlich durchs Gebiet zu streifen – und zu aktuellen Themen wie der Erweiterung des Nationalparks oder dem Waldwandel ins Gespräch zu kommen.
„Wildnis bedeutet für uns nicht nur Schutz, sondern auch Dialog“, wird Nationalparkleiter Berthold Reichle in einer Mitteilung des Nationalparks Schwarzwald zitiert. Er und Britta Böhr freuen sich demnach auf mehrere Termine der Reihe „Mit der Nationalparkleitung unterwegs“, die schon seit mehreren Jahren bei den Gästen gut ankomme.
„Viele Menschen wünschen sich Einblicke hinter die Kulissen und echte Gespräche“, bestätigt Maite Graus, Veranstaltungsmanagerin im Nationalparkzentrum Ruhestein.
„Nacht der Wildnis“ am 13. Juni
Ein Höhepunkt dieses Nationalpark-Jahres ist die „Nacht der Wildnis“ am 13. Juni. Vor fünf Jahren wurde das Nationalparkzentrum Ruhestein an diesem Wochenende eröffnet – und verwandelt sich nun aus diesem Anlass in eine nächtliche Erlebnislandschaft: mit Fledermaus- und Sternenführungen, Waldklängen, Geschichten am Feuer, Beobachtungen nachtaktiver Insekten, musikalischen Beiträgen sowie geöffneten Ausstellungen in stimmungsvoll beleuchtetem Ambiente.
„Generell war uns bei der Gestaltung des Jahresprogramms wieder die Vielfalt wichtig“, sagt Charly Ebel, der den Fachbereich Besucherinformation im Nationalpark leitet. „Wir möchten Räume schaffen, in denen Menschen Fragen stellen, staunen, diskutieren und Natur aus unterschiedlichen Perspektiven kennenlernen können.“
Neben dem Thema Waldwandel liegt ein inhaltlicher Schwerpunkt 2026 auf dem Thema Wildnis in Europa und darüber hinaus. Die Wechselausstellung „Wildes Europa – Naturschätze vor der Haustür“ zeigt noch bis März eindrucksvolle Fotografien europäischer Naturlandschaften. Dazu passt ein Vortrag von Young-Explorers-Gründer Simon Straetker und Filmemacherin Sarah Ziegler am Samstag, 31. Januar, der die Gäste in artenreiche Wälder und zu gewaltigen Gletschern mitnimmt.
„Wildnis ist kein fernes Konzept, sie beginnt direkt vor unserer Haustür“, sagt Maite Graus. „Ausstellung und Vortrag laden dazu ein, den eigenen Blick auf europäische Landschaften neu zu schärfen.“
Kinonachmittage in den Wintermonaten
Am 20. März geht es hoch in den Norden: Der Vortrag „Grönlands arktische Wildnis: Leben im größten Nationalpark der Erde“ führt das Publikum in den North East Greenland National Park – das größte Schutzgebiet der Welt. Langjährige Forschungsarbeiten machen dort deutlich, wie sensibel arktische Ökosysteme auf Veränderungen reagieren und welche Bedeutung diese Region für das globale Klimasystem hat, heißt es weiter.
„Die Themenfülle in unserem Programm ist wieder groß: vom Biber als Landschaftsgestaltung über Renaturierung bis zu regelmäßigen Kinonachmittagen in den Wintermonaten – es lohnt sich, gleich mal durch den Veranstaltungskalender auf der Website zu schauen“, sagt Maite Graus. Denn bei vielen Angeboten sei die Gruppengröße begrenzt und sie seien schnell ausgebucht.
Änderungen einzelner Veranstaltungen seien insbesondere bei ungünstigen Wetterbedingungen möglich, so der Nationalpark weiter. Angemeldete Gäste würden rechtzeitig informiert.
Weitere Informationen: www.nationalpark-schwarzwald.de