Mit kraftvollem Sound und herausragend gespielten Soli begeisterten die Schönwälder Musiker beim Jahreskonzert. Marsch, Filmmusik, Musical-Melodien und vieles mehr erklangen.
„Musik verbindet uns alle“ – unter diesem Motto begrüßte Vorstandssprecher Sandro Ganter die Besucher zum alljährlichen musikalischen Höhepunkt des Vereinsjahrs. Eingeladen hatte der Musikverein Kurkapelle Schönwald unter Leitung seines Ehrendirigenten Gerhard Feiertag.
Moderiert wurde das wieder einmal ausgezeichnete Konzert durch Edgar Zeifang, der – nach einem Jahr Babypause – erneut durch Co-Moderatorin Jasmin Roßhart unterstützt wurde.
Die „üblichen Verdächtigen“ – also Marsch und Polka – waren vorhanden, kamen aber sehr sparsam zum Einsatz. Bekannte Musikstücke wetteiferten mit eher selten gespielten Stücken.
Mit sehr viel Power begannen die Musiker: „Olympic Fanfare and Theme“ komponierte der eigentlich auf Filmmusik spezialisierte John Williams anlässlich der Olympischen Spiele 1884. Kraftvoll und triumphierend erklang dieses Stück – die passende Eröffnung eines wundervollen Abends.
Rasante Rhythmenwechsel
Aus dem Musical „Joseph and the Amazing Technicolor Dreamcoat“ von Andrew Lloyd Webber hatte der Dirigent ein Medley herausgesucht, das den Musikern durch rasante Rhythmenwechsel einiges abverlangte – zumal bei den ersten Stücken einige junge Musikanten ihr allererstes Konzert durchaus bravourös mitspielten.
Musicals und Konzerte gehören inzwischen zu den beliebtesten Hörerlebnissen – diesem Umstand trug auch der Dirigent Rechnung mit dem modernen Stück „Cycles and Myths“ des portugiesischen Komponisten Nuno Osorio. Es kombiniert moderne Rhythmen mit ruhigen Passagen. Eindrücklich bewies Bernd Bruker mit „Theresa“, dass auch die Tuba Solo-Instrument sein kann.
Und wieder ging es zum Musical: „Elisabeth“ ist die wohl bekannteste österreichische Kaiserin. Michael Kunze drückte schon allein durch die Arrangements die innere Zerrissenheit der vielen als Sissi bekannten Adeligen aus, was das Orchester wundervoll interpretierte. Mit der Polka „Ferdinand“ ging es in die Pause.
Immer mehr Instrumente stimmen ein
Die „Harmonie der Blasmusik“ gleicht einem Strom, wusste Zeifang. Sie hört sich leicht, harmonisch, gleichmäßig und konstant an. Immer mehr Instrumente vergrößern den Fluss, das Volumen nimmt zu – fein dargestellt von den einzelnen Registern. Dann wurde es fantastisch – mit einem Medley zum Film „Drachenzähmen leicht gemacht“. Meilensteine der der Filmmusik präsentierten die Musiker mit legendären Titeln des weltbekannten deutschen Komponisten Hans Zimmer, der rund 150 Filmen seinen Stempel aufdrückte.
Von „Hair“ bis Glenn Miller
„Aquarius“ oder „Let the Sunshine In“ gehören zu den bekanntesten Titel des Musicals „Hair“ – höchst interessant interpretiert durch die Kurkapelle. Am Ende wurde einer Musiklegende des Jazz- und Swing-Zeitalters gedacht: „Glenn Miller in Concert“ erinnerte an legendäre Titel des einstigen Big Band-Idols wie „In the Mood“ oder „Little Brown Jugs“.
Bei der ersten Zugabe „Forever Young“ begeisterte die Kapelle mit herausragendem Sound. Als eigentliches Ende erklang der wundervolle „Florentiner Marsch“, Julius Fuciks unzweifelhaft bekanntester und wahrscheinlich auch schönster Marsch.
Zu den Klängen des Beatles-Klassikers „Hey Jude“ dankte der Vorstandssprecher dann allen Beteiligten und dem Publikum. Mit stehendem Beifall wurde das Orchester verabschiedet.