Das Blasmusikorchester des MV Rötenbach glänzte bei seinem Jahreskonzert im voll besetzten Haus des Gastes. Foto: Walter Maier

Der Musikverein Rötenbach hat bei seinem Jahreskonzert einen Joker nach dem anderen gezogen. Das Publikum zeigt sich restlos begeistert.

Mit einem Jahreskonzert der Extraklasse hat der Musikverein Rötenbach über 350 Zuhörer im Haus des Gastes in seinen Bann gezogen. So viele wie schon lange nicht mehr. Das Blasmusikorchester brillierte mit Mittel- und Oberstufenstücken.

 

„Film-Heldinnen und Helden bringen wir heute auf die Bühne. Wir erzählen von Abenteuern, Tragik und berührenden Erinnerungen“, sagte Vorsitzende Annette Schlemmer.

Wie sollen die Alpirsbacher ihr letztjähriges Paradestück „The Rock“ dieses Jahr noch toppen? Zwei Höchststufen-Stücke stellten dieses Jahr eine Herausforderung dar, die sie jedoch mit Bravour meisterten.

Alles eine Stufe lauter

Dass erst die Musik dem Film Emotionen gibt, war spürbar in „Batman – The Dark Knight Rises“. In seinen 60 aktiven Jahren, so der exzellente und charmante Moderator Harald Borutta, habe er noch nie erlebt, dass ein Dirigent ermuntere, alles eine Stufe lauter zu spielen als in den Noten vorgegeben.

Diesem spannungsgeladenem Musik-Drama ließ das Orchester mit Dirigent Jan Schlemmer mit „At World’s End – From Pirates of the Caribbean“ ein weiteres Höchststufe-Stück folgen. Es roch nach Meerwasser und Schwarzpulver. Tiefe Emotionen epischer Seeschlachten und die Legenden der sieben Weltmeere wurden zum Leben erweckt.

Traurigkeit und Hoffnung

Die Geschichte des berühmten Luftschiffs „Hindenburg“ machte die Faszination des Fliegens und die Eleganz des Gleitens erlebbar. In „Schindlers Liste“ von John Williams kamen in gefühlvollen Melodien sowohl Traurigkeit als auch Hoffnung zum Tragen.

Vom italienischen Meisterkomponisten Ennio Morricone entlehnten sie „Moment for Morricone“. Eine Glanznummer bot Dirigent Jan Schlemmer und sein Orchester mit der legendären „Music“ von John Miles, die Gänsehautmomente erzeugte.

Jugendkapelle brilliert mit Stücken aus dem Star-Wars-Universum

Das Lebensgefühl von „Summer in the City“ zauberten die Musiker in den Saal. Dem zuvor zum Ehrendirigenten ernannte Albert Ruderisch war es vorbehalten, den „Egerländer Musikantenmarsch“ mit einem goldenen Dirigentenstab zu dirigieren.

Ihr Können unter Beweis stellte die Jugendkapelle unter Jan Schlemmer mit „The Mandalorian“, „One Moment in Time“, einem Stück aus dem Film „Avatar – The Way of Water“ und dem Mama Mia-Knaller „Dancing Queen“ sowie der flotten Zugabe „Cantina Band“.

Ehrungen und Prüfungen

Ehrenmitglieder
Susanne Göhring, Elke Jehle, Harald Borutta und Achim Schlemmer wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt.

Blasmusik-Verband
Für 50 Jahre Mitgliedschaft geehrt wurden Elke Jehle und Achim Schlemmer; für 20 Jahre Kai Heinzelmann; für zehn Jahre Tim Meltzer und Lusia Roth.

Gesamtmitgliedschaft
Für 50 Jahre Gesamtmitgliedschaft aus fördernder und aktiver Zeit geehrt wurden: Karl-Heinz Armbruster, Jürgen Ambruster, Erwin Esslinger, Susanne Göhring, Hans Heinzelmann, Michael Ruderisch und Beate Spingler.

Fördermitglieder
Für 75 Jahre geehrt wurde Ernst Esslinger; für 50 Jahre Helga Müller.

D-Prüfungen
D3: Lea Heinzelmann; D2: Tim Heinzelmann, Joshua Huber, Tim Meltzer und Ronja Zyma; D1: Lynn Madeleine Bihl, Paula Kaiser und Emma Zinser. Neu in die Jugendkapelle aufgenommen wurden Vera Tereschenko und Theo Kaiser.

Jungmusiker
Vier Jungmusiker, Tim Heinzelmann, Lukas Dietel, Paula Kaiser und Joshua Huber, spielten erstmals in der Aktiven-Kapelle mit. Und nach 25 Jahren Pause erstmals wieder Tenorhornist Karl-Heinz Armbruster.