Helmut Kiefer dirigierte das große Orchester. Foto: Breisinger

Vom Militärmarsch bis zu 80er-Kulthits reichte das Programm beim Jahreskonzert des Musikvereins Erlaheim.

Geislingen-Erlaheim - Das Jahreskonzert des Musikvereins Erlaheim am Samstagabend in der Festhalle Binsdorf-Erlaheim wurde von der Jugendkapelle des Musikvereins Binsdorf, in der auch einige Erlaheimer Jungmusiker mitspielen, eröffnet.

Los ging es mit "Into the Clouds!" nach den Arrangements von Richard L. Saucedo, ehe das "Medley Hans Zimmer: Movie Milestones" nach den Arrangements von Michael Brown mit der unvergesslichen Filmmusik der Blockbuster Gladiator, König der Löwen, Fluch der Karibik, Madagascar und Crimson Tide zur Aufführung kam. Als Zugabe wählte der Dirigent Thomas Michelfeit "Wellerman" aus, das jüngst ein Revival gefunden hat.

Kaleidoskop der Musik

Nach einer kurzen Umbaupause lud der Musikverein Erlaheim unter der Leitung von Helmut Kiefer zu einem "Kaleidoskop der Musik" ein. "Das Kaleidoskop steht für Verwandlung und Vielfalt, was wir mit unserer Musik ausdrücken wollen", meinte das Erlaheimer Vereinsmitglied, das durch das Programm führte.

Im großen Orchester hatten zwei Debütantinnen, die zuvor im Jugendorchester waren, ihren ersten Auftritt. Schon beim Eröffnungsstück "On Fire" mit Klatscheinlage waren die Erlaheimer auf Betriebstemperatur, und dieses hohe Level wurde bis zum Schluss auch beibehalten.

Als nächstes wurde das epische "In all its glory" von James Swearingen intoniert, gefolgt von "Toccata for Band", das aufgrund schneller Passagen für das Klarinetten- beziehungsweise Trompeterregister und einem langsamen Hornsolo kein einfaches Stück für die Musiker war. Bei "Kap Arkona" wurde ein Ausflug in die abwechslungsreiche und mitunter auch düstere Vergangenheit der Insel Rügen gemacht, in eine Welt voller Piraten, zu Klaus Störtebecker und seinen Konsorten.

Nach der Pause war eine 80er-Kult-Tour mit "Skandal im Sperrbezirk" von der Spider Murphy Gang, "Ohne Dich" von der Münchner Freiheit, "1001 Nacht" von Klaus Lage, "Sternenhimmel" von Hubert Kah und "Rock me Amadeus" von Falco angesagt. Es folgte eine "Fiesta" nach den Arrangements von Lorenzo Bucc, wurde zur flotten "Feuerwehr Polka" eingeladen und ein kurzer Abstecher auf den "Partyplanet" gemacht, ehe zum Abschluss "Jubelklänge" durch die ordentlich besuchte Festhalle hallten, ein Militärmarsch von 1926.