Bei ihrem beeindruckenden Konzert am Samstag in der gut gefüllten Eyachtalhalle reiste die Musikkapelle Owingen unter der Leitung von Dirigent Stefan Riethmüller um die halbe Welt.
Vom Yosemite Nationalpark ging es über New York und Bayern bis nach Kiel Die Stücke wurden vom begeisterten Publikum mit viel Beifall bedacht, ebenso, wie die Titel der Jugendkapelle, die zuerst an der Reihe war. Die jungen Talente ließen imaginäre „Funky Penguins“ über die Bühne watscheln, verzauberten ihre Zuhörer mit „The Magic Of Harry Potter“ und ließen „Cheerlader“ mit ihren Pompons wedeln. Mit dem schwungvollen „Tiger Rag“ als Zugabe machte die „JuKa“ Platz für die Musikkapelle, die ebenfalls von Stefan Riethmüller dirigiert wurde.
Mit der festlich-feierlichen „Celebration Fanfare“ zog das Blasorchester die Anwesenden gleich auf seine Seite. Die Komposition brachte gleich eine fröhliche Stimmung in die Halle.
Mit dem atmosphärischen„La Quintessenza“ folgte ein anspruchsvolles, forderndes und ungewöhnliches Stück voller Klangfarben. Schöne Harmonien beziehungsweise kontrastreiche Versatzstücke und Soli von Simon Hinger (Saxofon), Hanna Kraus (Englisch-Horn) und Robert Henne (Euphonium) reicherten dieses längere Stück an.
„Yosemite Autumn“ war quasi „Kino für die Ohren“ und ließ den bekannten und sich auf den Winter vorbereitenden US-Nationalpark, vor dem inneren Auge vorstellbar werden. Diverse Soli veredelten das mit einem ganz ruhigen Ausklang versehene Stück.
Frank Sinatras Bigband-Hits erzeugen ein gutes Gefühl
Elegant und lässig schlendernd verbreitete danach „Frank Sinatra Classics“ das Flair der 1950er und 1960er-Jahre, sowie ein positives Lebensgefühl in der Halle und entführte das Publikum in die Welt des Swing. Das Stück beinhaltete bekannte Klassiker wie „New York, New York“, „Fly Me To The Moon“ und „Something Stupid“, und vor allem „My Way“. Richard Dehner am Saxofon hatte bei diesem einerseits schwungvollen, andererseits geschmeidigen Medley einen besonderen Auftritt.
„A Bavarian Crossover“ verband Tradition und Moderne und wartete mit nicht nur mit Einsprengseln aus den Bereichen Funk, Pop und Jazz, sondern auch typisch bayerischen Klängen beziehungsweise bayerischer Volkmusik auf. Kraftvolle und festliche Rhythmen kennzeichneten das ausdrucksstarke und fröhliche „Gruß an Kiel“, das viel Percussion, sowie klangvolle und voluminöse Elemente bot und zum Mitklatschen und -wippen einlud. Der Marsch „Unter dem Doppeladler“ – auch hier wurde mitgeklatscht – und die ergreifende Ballade „The Story“ als Zugaben rundeten eine äußerst unterhaltsamen Konzertabend ab.