Die Jugendkapelle Wolftal überzeugte mit ihrem musikalischen Rundgang durch den Zoo. Foto: Schmid

Unter dem Motto „Ein Tag im Zoo“ stand das Jahreskonzert der Jugendkapelle Wolftal. Dirigentin Ashley Pöndl wurde in die Elternzeit verabschiedet und übergab den Taktstock folgerichtig an Felix Schätzle.

Zahlreiche Besucher begaben sich am Freitagabend in der Festhalle auf einen musikalischen Ausflug in den Zoo. Unter diesem Motto stand das erste Jahreskonzert der Jugendkapelle Wolftal unter diesem Namen. Die rund 30 Nachwuchsmusiker aus Oberwolfach, Bad Rippoldsau und Schapbach nahmen ihre Zuhörer auf einen Rundgang vom Vogelhaus über das Afrika-Gehege bis hin zur Wasserwelt mit, wie die beiden Moderatoren Collien Roth und Toni Sum erzählten.

 

Unter Leitung von Ashley Pöndl stellte die Kapelle mit dem bekannten „Carnival of the Animals“ gleich zu Beginn des Konzerts eine ganze Reihe von Tieren musikalisch näher vor. Zu hören waren unter anderem die Elefanten, dargestellt mit einem klangvollen Tuba-Solo, aber auch majestätische Löwen und flinke Affen hielten, begleitet von Fanfaren, Einzug in die Festhalle.

Schon jetzt habe sich die Probenarbeit gelohnt, befand die Vorsitzende der Trachtenkapelle Oberwolfach (TKO), Simone Heitzmann, bei der Begrüßung. Mit „Feed the Birds“ blieb die Jugendkapelle erst einmal in eher heimischen Gefilden.

Vogelhaus, Afrika-Gehege und Wasserwelt

Dabei konnten die Vögel ihren Auftritt kaum erwarten: Schon während des kurzweiligen Dialogs der Moderatoren zwitscherten die Querflöten ihren solistischen Vogelgesang. Einen exotischen Vogel porträtierten die Musiker in „The Turtle Dove“ mit sanft verträumten Saxofon- und Querflöten-Soli. In ihrer Rolle als Elefanten blieben die Tuben auch für „Baby Elephant Walk“. Schon während der Moderation gaben sie einen Vorgeschmack auf die eingängige Melodie, die an einen kleinen, fröhlichen Elefanten erinnerte und sich später durch mehrere Register zog.

Mit dem schnellen, rhythmischen „Crocodile Rock“ ging der Zoorundgang weiter. Ein Krokodil könne übrigens kein Blasinstrument spielen, weil seine Zunge mit dem Gaumen verbunden wäre, verriet der Moderator. „Hippo Hop“ interpretierte musikalisch einen Tanz der Nilpferde. Ganz anders präsentierte sich „Dance of the Whales“. Tiefe, ruhige Klänge brachten ein Gefühl von Unterwasser in die Festhalle, darüber erklang der fließende, majestätische Tanz der Wale. Schließlich sei der Gesang der Wale allgemein bekannt, so die Moderatoren, warum sollten sie also nicht auch tanzen? Spätestens mit dem modernen Popsong „Dance Monkey“ demonstrierte die Jugendkapelle Wolftal, wie facettenreich Blasmusik sein kann. Märsche, Balladen, Rock- und Popmusik – beim Jahreskonzert war fast alles dabei.

Vor dem letzten Stück, einem Medley bekannter Melodien aus dem Film „Der König der Löwen“, gab es eine offizielle Taktstock-Übergabe. Während der Elternzeit der Dirigentin Ashley Pöndl wird Felix Schätzle die Leitung der Jugendkapelle Wolftal übernehmen. Die Jugendvertreterinnen der Trachtenkapelle Oberwolfach, Carolin Echle und Christin Haas, überreichten Schätzle als Willkommensgruß einen Taktstock. Pöndl bekam als Präsent neben einem Blumenstrauß auch eine gravierte Vase. Schließlich bekomme sie „als Dirigentin und Frau eines Dirigenten sicher noch viele Blumen“. Für das letzte Stück des Zoo-Ausflugs stand bereits Schätzle am Dirigentenpult. Damit sei die Feuerprobe bestanden, schloss Simone Heitzmann. Weiterhin bedankte sie sich bei den sieben Aushilfen für das Konzert mit einem kleinen Präsent. Auch die Jugendvertreterinnen sowie der Notenwart Florian Kleinbub, der viel im Hintergrund zu tun habe, und Linnea Faist, Texterin der Ansagen, wurden erwähnt. Die jugendlichen Musiker lobte die Vorsitzende besonders. Füür manche sei es der erste Auftritt gewesen. Die bisherige Dirigentin zeigte sich begeistert: „Wir proben nur eine Stunde in der Woche, und dann kommt so ein Konzert heraus.“

Dank und Zugabe

Ashley Pöndl bedankte sich für die Unterstützung aus den Reihen der Musiker und dafür, dass es mit der Jugendkapelle weitergehe. Nach dem begeisterten Applaus des Publikums lieferte der „Tiger Rag“, in Oberwolfach laut Heitzmann „bekannt von der Fasnet“, einen Gute- Laune-Rhythmus und eine eingängige Melodie in schnellem Tempo.