Zwei Bundestagsabgeordnete und mehr als 70 Gäste kamen zum Jahresempfang der SPD Baiersbronn nach Obertal. Eine Reihe treuer Genossen wurde geehrt.
Die Landtagswahl am 8. März warf ihre Schatten voraus beim Jahresempfang des SPD-Ortsvereins Baiersbronn, der sich zunehmend zu einem regionalen Treffen von Genossen, Sympathisanten und Friedensfreunden entwickelt.
Mehr als 70 Gäste aus vier SPD-Kreisverbänden fanden sich im Hotel Rechtmurg 27, dem früheren Sanatorium, in Obertal ein.
Das Jahr 2026 werde ein entscheidendes Jahr der Weichenstellung für Baden-Württemberg und kein einfaches Jahr für die Sozialdemokratie, sagte SPD-Landtagskandidatin Bettina Ahrens-Diez voraus. „Doch wir sind Sozialdemokraten, weil wir kämpfen können, wenn es schwierig wird. Und wir haben einiges anzubieten. Wir kämpfen dafür, dass Unternehmer und Arbeitnehmer wieder eine sichere Zukunft haben.“ In ihrem Wahlprogramm erteilte sie auch allen rechtsradikalen Strömungen und Parteien eine klare Absage.
Von Jusos bis zu Senioren
Politik aus Bund, Land, Kreis und Kommunen bestimmte den festlichen Abend neben einem prächtigen Buffet und viel Unterhaltung an den Tischen. Mit Saskia Esken und dem stellvertretendem Landesvorsitzenden Parsa Marvi begrüßte SPD-Ortsvorsitzender Theodor Ziegler zwei Bundestagsabgeordnete, dazu Genossen und Parteifreunde von den Jusos bis zu den Senioren.
Baiersbronns Bürgermeister Michael Ruf würdigte in seinem Grußwort das Engagement von Menschen, die zur Demokratie stehen und sich nicht von politischem Geschrei und einfachen politischen Parolen beeindrucken lassen.
Gaiser hofft auf bessere Zeiten
Über Kommunalpolitik bei klammen Kassen informierte Gerhard Gaiser, Sprecher der SPD-Kreistagsfraktion. Er wollte die Hoffnung nicht aufgeben, dass das Jahr 2026 den Städten und Gemeinden doch noch bessere Zeiten beschere, „wenn wir im März eine bessere Landesregierung bekommen“.
Saskia Esken trieb die Sorge um, „wie sich die strukturkonservative Merz-CDU von rechtsradikalen Narrativen und Kampagnen treiben lässt“. Dennoch seien einige Gesetze in der Koalition schnell beschlossen worden und der Koalitionsvertrag enthalte noch viele wichtige Vorhaben. Esken weiter: „Es braucht eine starke Sozialdemokratie in diesen Zeiten. Mit uns gibt es keinen Abbau der sozialen Sicherung oder der Rechte von Arbeitnehmern.“ Ihren Stolz auf die engagierte Parteiarbeit vor Ort drückte Esken mit den Worten aus: „Ihr seid der Motor der Sozialdemokratie.“
Urkunden und Ehrennadeln
Nach einem Rückblick auf die Arbeit des SPD-Kreisverbands im Jahr 2025 und einem Ausblick auf den Besuch von Parteiprominenz im Wahljahr 2026 zeichneten die Kreisvorsitzenden Melanie Nagel und Marius Thoy unter Assistenz der beiden Bundestagsabgeordneten langjährige Mitglieder mit Urkunden und Ehrennadeln aus. Unter ihnen für 25 Jahre Kurt Kirschenmann, Carmen Feuchter und Ingrid Sakellariou, für 40 Jahre Brigitte Gaiser, Helmut Schroth, Marius Straub und Thomas Römpp, für 50 Jahre Harald Mätz, Hans-Wilhelm Frommherz und Axel Nowak sowie eine Reihe von Mitgliedern für zehnjährige Treue.
Dezent perlende Klaviermusik von Tim Kandel und stimmungsvolle Lieder von Brigitte und Carlo Parisel gaben dem Abend einen unterhaltsamen Rahmen.