Trotz schwieriger Rahmenbedingungen konnte die Stadt Hornberg im vergangenen Jahr wichtige Projekte vorantreiben.
Ab Januar wird es im Hornberger Zentrum für Innovation und Gewerbe (ZIG) eine Hebammenambulanz geben. Diese gute Nachricht überbrachte Bürgermeister Marc Winzer in der letzten Sitzung des Gemeinderats in diesem Jahr. Kathrin Kimmig, Hebamme aus Schonach, wird dienstags nach Terminabsprache ihre Dienste anbieten, die Kosten trägt die Krankenkasse. „Nach dem Auslaufen der finanziellen Unterstützung der Geburtshebammen über das Gesunde Kinzigtal hat der Gemeinderat beschlossen, die Förderung für werdende Mütter aus Hornberg selbstständig fortzuführen“, teilte Winzer mit.
Die Neuigkeit zum Jahresende war Teil des Rückblicks. Das Jahr sei laut Winzer herausfordernd und zugleich erfolgreich gewesen. „Trotz schwieriger Rahmenbedingungen, knapper Kasse und mancher unerwarteter Hürde ist es uns gelungen, wichtige Weichen für die Zukunft der Stadt zu stellen“, so der Bürgermeister. Eine der größten Baumaßnahmen war die Sanierung der Fahrbahndecke der L 108, genehmigt und beauftragt vom Regierungspräsidium Freiburg. „Wir freuen uns sehr, dass die Maßnahme bis zum Viadukt verlängert werden konnte“, stellte Winzer fest.
Viele Wasser-Maßnahmen ab der Postwiese
Gerade im unteren Bauabschnitt ab der Postwiese seien viele Wasser- und Abwassermaßnahmen erfolgt. Den Bärenanteil der Kosten mit mehr als zwei Millionen Euro trage das Regierungspräsidium, die Stadt hat Kosten für Sanierungen im Bereich Wasser, Abwasser und unter anderem Hydranten und Gehwegen in Höhe von etwa 350 000 zu tragen. Auch konnte mit dem Anschluss von Unterreichenbach an die zentrale Wasserversorgung der Stadt im Herbst begonnen werden.
Weiterhin steht laut Winzer mit der Eröffnung des MVZ die medizinische Grundversorgung auf neuen und starken Beinen. Ebenfalls erfreulich sei die Ansiedlung der Firma VA Präzisionstechnik im Ortsteil Niederwasser. Das wichtige Bürgerprojekt „Freizeitanlage in der Gustav-Fimpel-Straße“ habe sehr gute Aussichten auf eine Förderung aus dem EU-Topf.
Bürgermeister und Rat dankten für das Jahr
„Zudem wurden weitere Mittel in sechsstelliger Höhe aus verschiedenen Quellen in Aussicht gestellt – ein starkes Zeichen der Beteiligung und des Engagements sowie des hohen Anklangs bei der Bevölkerung“, erklärte Winzer. Die große Maßnahme der Modernisierung und Erweiterung der evangelischen Kindertagesstätte Arche Noah stehe vor dem Abschluss und Anfang März des kommenden Jahres ist der Umzug der Kita aus dem Behelfsquartier in das neue Gebäude anvisiert. Die grundlegende Sanierung des Stadthauses in der Werderstraße 17 setze ein starkes Zeichen für den kommunalen Wohnungsbau und die Pflege des Stadtbildes.
„Mein Dank gilt dem gesamten Rat, der im vergangenen Jahr mit großem Engagement und Verantwortungsbewusstsein gearbeitet hat“, sprach Winzer seine Anerkennung dafür aus, gemeinsam Wege gefunden zu haben und Prioritäten zu setzen. Weiterhin gab es ein großes Dankeschön vom Rathauschef an das Verwaltungsteam, die Mitarbeiter des Bauhofs, im Forst und Freibad. Uwe Faller (CDU) dankte dem Bürgermeister und der Verwaltung im Namen des Rats für offene Gespräche, in denen trotz unterschiedlicher Meinungen ein gutes lösungsorientiertes Arbeiten erreicht wurde.
Digitale Version
Voraussichtlich Ende Januar wird eine ausführliche digitale Version des Jahresrückblicks 2025 auf der Homepage der Stadt zur Verfügung stehen.