Denis Kimmich ebnete dem SV Waldmössingen mit vier Toren den Weg zum Derbysieg. Foto: Holger Rohde

Während der SV Waldmössingen in der Kreisliga A1 auf Platz eins überwintert, feierte der SC Lindenhof in der Parallelstaffel zum Jahresabschluss seinen allerersten Saisonsieg.

A1-Tabellenführer SV Waldmössingen gab sich keine Blöße und verabschiedete sich mit einem 8:1-Kantersieg in die Winterpause. Trainer Mladen Nikolic konnte mit dem bisher höchsten Saisonsieg zufrieden sein. Nur kurz in der ersten Hälfte kam der abstiegsbedrohte Stadtnachbar Türk. SV Schramberg durch den 2:1-Anschlusstreffer von Leonit Halili (31.) auf. Ansonsten beherrschten die Hausherren mit dem überragenden Denis Kimmich (vier Treffer) die Szenerie.

 

Umso wichtiger und wertvoller war der 5:2-Heimsieg des Zweiten SpVgg. Bochingen gegen die SG Stetten-Salmendingen/Mel./Hör., womit der Vier-Punkte-Rückstand bestehen bleibt. „Aufgrund der Platzverhältnisse war es schwierig. Ein sauberes Passspiel konnten wir schlechter aufziehen. Deswegen war es sehr zerfahren. Den Gegner hatten wir im Griff, können sogar höher führen“, so Spielertrainer Stefan Schatz.

SG Irslingen/Epfendorf ist der Verlierer des Spieltags

Nach 25 Minuten Anlaufzeit traf Ugur Akbaba zum 1:0 (26.), Maik Broghammer legte vor der Pause das 2:0 nach (41.). Den 2:1-Anschluss der Gäste durch Raphael Billert (55.) konterte der Gastgeber über Akbaba schnell zum 3:1 (nach einem Eckball/69.). „Die zweite Hälfte haben wir dann ziemlich verschlafen, da fehlte oft die Ruhe am Ball. Unser Torhüter Andy Schittenhelm hat zweimal überragend pariert und verhinderte da das 2:2. Ich bin insgesamt zufrieden und jetzt froh, dass Winterpause ist.“ Schatz besorgte mit einem weiteren Doppelpack (79., 90.+5, Elfmeter) den Endstand, nachdem Felix Ruf noch auf 4:2 verkürzte (86.).

Verlierer des Wochenendes ist dagegen die SG Irslingen/Epfendorf nach dem 2:4 auf eigenem Platz im Topspiel gegen den SV Heiligenzimmern, der seinen Lauf fortsetzte. Nachdem mit Axel Storz einer der beiden Trainer bereits im Thailand-Urlaub weilte, resümierte Spielercoach Marco Tümpel den Verlauf: „Leider haben wir verloren. Wir hatten uns viel vorgenommen. Ausschlaggebend war der frühe Rückstand. In der ersten Hälfte fanden wir gar nichts ins Spiel. In der Pause gab es klare Worte und Anpassungen. Danach lief es besser. Am Ende war der Gegner abgezockter, nachdem wir alles nach vorne geworfen haben. Über 90 Minuten war der Gästesieg verdient.“

Philip Fechter (9.) mit dem Blitzstart und Vincent König (35.) ebneten den Weg zur Pause. Die SG blieb im Spiel, Jonas Frommer (67.) und Paul Bihl (89.) verkürzten zweimal das zwischenzeitliche 1:3 von Max Schäfer (85.), der in der rasanten Schlussphase den 2:4-Endstand nachlegte (90.+4). Der SVH hat nun drei Zähler Abstand zu Rang 2, Irslingen liegt bereits zehn Punkte hinter dem Ersten und sechs hinter dem Zweiten.

In der Kreisliga A2 war der 13. Spieltag der Glückstag für den SC Lindenhof, der sich endlich wieder einmal über einen „Dreier“ freuen durfte. Es war zugleich der ersten Saisonsieg überhaupt für die abstiegsbedrohten Oberndorfer Vorstädter. Da sind Spielertrainer Eric Heß jede Menge Steine von den Schultern gepurzelt: „Es wurde höchste Zeit.“

SC Lindenhof beendet eine lange Durststrecke

Sein SC Lindenhof kann also doch noch gewinnen. Eine dicke Überraschung schaffte der Vorletzte ausgerechnet gegen einen 1. FC Burladingen (3:2), der mit 13 Punkten auf dem Relegationsplatz stehend selber dringend drei Zähler mit nach Hause hätte nehmen müssen. „Wir haben eine gute und engagierte Leistung gezeigt und am Ende verdient gewonnen.“

Seit dem 1:0 in der Abstiegsrelegation gegen den SV Herrenzimmern hatte der SCL kein Punktspiel mehr gewonnen. Lindenhof zählt damit neben dem TSV Stein und und Sickingen zu den drei ganz sicher gehandelten Absteigern aus der A2. Im 13. Spiel gelang nun der ersten Saisonsieg.

„Wir freuen uns natürlich sehr, dass wir zum Abschluss des Jahres den ersten Sieg eingefahren haben und endlich einmal belohnt wurden“, so Heß. Aufgeben wird beim SCL niemand und im neuen Jahr wollen die Lindenhofer versuchen, die ersten beiden Kellerduelle gegen Stein und Ringingen/Killertal zu gewinnen. Der Abstand auf Burladingen beträgt allerdings immer noch sieben Zähler.