Das Jahrbuch 2025 für den Landkreis Freudenstadt ist jetzt erschienen. Im Campus Schwarzwald ist es aus der Taufe gehoben worden. Der Band zeigt sich bunt, unterhaltsam und informativ.
27 Beiträge, illustriert mit zahlreichen Fotos und Abbildungen, finden sich auf den 168 Seiten: ein Lesebuch zu vielem Wissenswerten, was sowohl aktuell als auch geschichtlich bedeutend ist.
Eine Menge Arbeit steckt in dem Kompendium, das zum einen getragen ist von qualifizierten Geschichten auf der Grundlage sorgfältiger Nachforschungen und zum anderen vom Einsatz des Redaktionsteams mit Louis-David Finkeldei, Elisabeth Marsh und Margarete Nübel.
Alle Redebeiträge bei der Vorstellung des Buchs drehten sich denn auch um Dank und Anerkennung für alle Mühen bei dessen Zustandekommen. Die Autoren nahmen bei der Gelegenheit ihr persönliches Exemplar in Empfang.
Campus-Geschäftsführer Stefan Bogenrieder begrüßte die Gäste. Kurz stellte er Zielsetzung und gegenwärtige Projekte dieser Plattform für Wissenstransfer vor. Der Campus habe sich in der Zeit seit 2019 in den Landkreis gut integriert. Dieser und die Stadt Freudenstadt hätten sich als verlässliche Partner bei der Förderung erwiesen.
Jahrbuch lässt ein Stück des Landkreises „fühlbar werden“
Der Campus seinerseits habe etwas davon zurückgeben können: In den fünf Jahren seines Bestehens seien rund 30 Millionen Euro an Fördermitteln in die Region geflossen. Landrat Klaus Michael Rückert meinte, dass das Jahrbuch ein Stück des Landkreises „fühlbar werden lasse“. Viel los sei in der Region, abzulesen beispielsweise am neuen Klinikum, auf dem Schulsektor oder an der Hochbrücke in Horb. Das mache auch neugierig auf das kommende Jahr mit Angeboten wie eine Landesausstellung zu den Bauernkriegen und eine darauf abgestimmte Theateraufführung in Pfalzgrafenweiler. Auch als Vorbote für die Gartenschau lasse sich das Jahrbuch studieren.
Kreisarchivar Louis-David Finkeldei stellte mit einer Bildschau Inhalte des Werkes vor. Sie seien unter den Aspekten Geschichte und Gegenwart zu betrachten, wie sie im Vorsatz und Rücksatz des Buchs (Frühling im Friedrichstal beziehungsweise Freudenstadt aus der Vogelperspektive um 1665) illustriert seien. Konkret geht es um Beiträge wie das neue Klinikum als „Meilenstein des Landkreises“, die Eichenäcker-Schule Dornstetten, die auf 40 Jahre zurückblickt, um den neuen Kreistag, die innovative Einrichtung des ÖPNV-Taxis oder das Großprojekt Tal X-Gartenschau.
Tatsächlich bietet das Buch, wie Louis-David Finkeldei weiter ausführte, einen bunten Mix an Themen, die gewiss ihr Lesepublikum finden werden. Es wäre müßig, alles Wissenswerte aufzulisten, aber ein paar weitere Themen aus den Bereichen Aktuelles aus dem Landkreis, Spurensuche Bauernkrieg, Kunst, unbequeme Vergangenheit und Geschichte zwischen Neckar und Schwarzwald sollen noch genannt werden: die Kleindenkmale des Landkreises Freudenstadt, Neunecks neu gestaltete Dorfmitte, Porträt der Künstlerin Margret Hofheinz-Döring, Kinderarbeiten aus der Musik- und Kunstschule oder der geschichtsträchtige Beitrag „Wie Horb braun wurde“. Nicht zu vergessen ist eine Dokumentation des Fotografen Karl-Heinz Kuball zur Hochbrücke Horb.
Kreisarchivar befasst sich mit der Flößerei und Heinrich Schickhardt
Das Team des Kreisarchivs widmet der Ende 2023 in den Ruhestand getretenen Kreisarchivarin Renate Karoline Adler einen Artikel, der von höchster Anerkennung für sie getragen ist. Ihr Nachfolger Louis-David Finkeldei befasst sich im Jahrbuch mit Heinrich Schickhardt und der Flößerei im Schwarzwald.
Autorenbetreuer Walter Bosch vom Verlag Linus Wittich Medien übergab an Landrat Rückert und das Kreisarchivteam die druckfrischen Exemplare des neuen Jahrbuchs, verbunden mit seinem Dank für die erneute gute Zusammenarbeit. Die musikalische Untermalung der Veranstaltung gestaltete ein Trio der Musikschule Freudenstadt mit Nishant Bhalla am Cello sowie Marie Schmid und Juliane Hauser an der Querflöte.
Der Band ist ab sofort zu erhalten zum Preis von 9,90 Euro im Buchhandel, beim Kreisarchiv und beim Bürgerservice des Landratsamts.