Zum ersten Mal gibt der Heimat- und Geschichtsverein Bad Liebenzell dieses historische Nachschlagewerk heraus. Doch die Stadt als bisheriger Herausgeber bleibt mit im Boot.
Das Jahrbuch 2025 der Stadt Bad Liebenzell erscheint auch in diesem Jahr – erstmals herausgegeben vom Heimat- und Geschichtsverein Bad Liebenzell (HGV).
Mit der Übernahme der Herausgeberschaft und der Vermarktung entlastet der HGV die Stadt Bad Liebenzell finanziell, während die inhaltliche Qualität und lokale Verbundenheit des Jahrbuchs erhalten bleiben, teilt die Stadt Bad Liebenzell mit.
Der HGV ist seit seiner Gründung 2014 maßgeblich an der Entstehung der bisherigen Jahrbücher beteiligt. Jetzt übernimmt er die Verantwortung für Konzept, Finanzierung und Vertrieb.
Die Stadt Bad Liebenzell unterstützt weiterhin mit einem Zuschuss und stellt die Räumlichkeiten für die Präsentation des Werks zur Verfügung.
„Lebendiges Spiegelbild“
„Wir freuen uns sehr über diese Einigung“, betont der stellvertretende Bürgermeister Sebastian Kopp. „Der Heimat- und Geschichtsverein steht für großes Engagement und ein feines Gespür für unsere Stadtgeschichte. Das Jahrbuch ist ein lebendiges Spiegelbild unserer Stadt.“
Gemeinsam laden die Stadt und der HGV am Mittwoch, 26. November, ab 18 Uhr in den Parksaal des Rathauses Bad Liebenzell zur Vorstellung des neuen Jahrbuchs ein. Die Veranstaltung wird musikalisch umrahmt. Besucher haben Gelegenheit, mit den Autoren ins Gespräch zu kommen.
Kommunalpolitische Entwicklungen
Das Jahrbuch 2025 enthält Einblicke in Geschichte und Gegenwart der Stadt Bad Liebenzell. Sieben Beiträge einheimischer Autoren beleuchten Themen von historischen Grenzverläufen über kommunalpolitische Entwicklungen bis hin zu kulturellen und gesellschaftlichen Aspekten des Stadtlebens.
So beschreibt Peter Weidenbach in „Mark, Markstein, Markung“ die Entstehung der historischen Grenzen Bad Liebenzells. Ex-Bürgermeister Helmut Schiek dokumentiert die Kommunalwahlen von 1946 bis 2024. Zudem widmet sich Schiek der Geschichte des traditionsreichen Gasthauses Monbachtal anlässlich seines 150-jährigen Bestehens.
Manfred Rupps greift im Gespräch mit Musiker Roland Röhl von Fools Garden ein Stück jüngerer Stadtgeschichte auf. Friedrich Böckle blickt auf 25 Jahre Apothekergarten zurück – „eine Erfolgsgeschichte mit botanischem und städtebaulichem Wert“, heißt es in der Pressemitteilung der Stadt.
Günther Wallburg schreibt in „Europa lebt“ über Bad Liebenzells Städtepartnerschaften. Rita Strobel widmet sich in ihrem Beitrag dem Offenen Singen in Beinberg als Ausdruck gelebter Gemeinschaft.
Ein weiterer Höhepunkt des Abends ist der Abschluss des diesjährigen Fotowettbewerbs des HGV.
Besucher dürfen sich auf Perspektiven auf Bad Liebenzell freuen – und auf die Vorstellung der teilnehmenden Fotografen.
„Ein Stück Identität“
„Das Jahrbuch ist ein Stück Identität unserer Stadt“, sagt HGV-Vorsitzender Gerhard Treichel. „Wir sind stolz, dass wir dieses wichtige Zeitdokument jedes Jahr aufs Neue präsentieren können.“