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Jagd auf Verkehrssünder "Petz"-App wird in Region bislang kaum genutzt

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Wer beispielsweise eine Ausfahrt zuparkt, kann mit der App gemeldet werden. Foto: (nk)

Region - Ein Auto, das einen Radweg blockiert. Ein Fahrer, der beleidigend wird. Eine Elektroladesäule, die zugeparkt ist. Sie alle können mit der App "Wegeheld" bequem per Smartphone angeschwärzt werden. Mit der App kann ein Vorfall nur gepostet - also im Netz veröffentlicht - oder sogar direkt dem Ordnungsamt gemeldet werden.

Auf der Internetseite zur App heißt es: "Sei ein Wegeheld! Helfe mit, dass Falschparker von Geh- oder Radwegen, Behindertenparkplätzen oder Busspuren verschwinden: Poste Falschparker ins Netz, in Twitter oder zeige sie beim Ordnungsamt an. Mache Schluss mit schlechtem Verhalten!"

Als Petzer wollen sich die Initiatoren der App indes nicht verstehen. "In guter Nachbarschaft spricht man zuerst miteinander. Und erst, wenn das alles nichts fruchtet, ruft man um Hilfe. Das ist das Prinzip der Wegeheld-App", steht unter den FAQ zur Frage, ob Wegeheld eine Petz-App ist.

In der Region scheint die App noch wenig genutzt zu werden. Seit Anfang des Jahres wurden im Schwarzwald-Baar-Kreis laut Wegeheld-Karte vier und im Kreis Freudenstadt zwei Vorfälle gemeldet. Im Kreis Rottweil gab es wohl sogar nur eine App-Meldung.

So funktioniert die App

Dabei macht es die Applikation einem äußerst einfach, Verkehrssünder anzuprangern: Der Standort kann automatisch bestimmt werden oder händisch in eine Maske eingegeben werden. Dann kann zwischen 22 Vorfallarten (beispielsweise "Fahrzeug auf Grünfläche" oder "Fahrzeug auf Bushaltestelle") gewählt werden. Zudem muss der Fahrzeughersteller sowie die Farbe des Fahrzeugs angegeben werden. Bei Bedarf kann ein Beweisfoto hochgeladen werden - die App bietet einem hierbei direkt die Möglichkeit, Personen sowie Kennzeichen mit Balken zu schwärzen. Wer möchte, kann einen Haken bei "Dem Ordnungsamt helfen" setzen - nur dann wird auch eine E-Mail an die Behörde verschickt. Wenn über die App eine Meldung abgesetzt wird, erscheint der Vorfall in Form eines Posts auf www.wegeheld.org sowie automatisiert als Tweet auf www.twitter.com/DasMussWeg.

Aber Achtung: Wer einen Falschparker beim Ordnungsamt meldet, kann dies nicht anonym tun, sondern muss seinen Klarnamen angeben. "Wenn Sie einen Falschparker anzeigen, kann es sein, dass Sie als Zeuge genannt werden. Das handhabt jede Stadt anders. Kommt es zu einem Gerichtsprozess, würden Ihre persönlichen Daten mit hoher Wahrscheinlichkeit genannt: Sie stimmen dem ja auch mit dem Häkchen bei der Rechtsbelehrung zu. Wir können Sie nur aufmuntern, sich davon nicht abschrecken zulassen, denn sonst wird sich nie etwas verändern. Entgegen dem gelegentlichen Vorwurf fördern wir keine Form von anonymen Anzeigen", heißt es in den Wegeheld-FAQ.

Die Falschparker-App wurde von den Berliner Fahrrad-Aktivisten Heinrich Strößenreuther entwickelt. Strößenreuther startete hierfür 2013 eine Crowdfunding-Kampagne. Im März 2014 ging die App dann online. Auf Android-Geräte wurde sie seit dem mehr als 50.000 Mal runtergeladen.

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