Auf der Offenburger Hochzeitsmesse finden Besucher laut Veranstalter am Wochenende Kleider, Ringe und Inspiration für den schönsten Tag im Leben.
Wer vorhat, den Bund fürs Leben einzugehen, hat in den Monaten vorher alle Hände voll zu tun – Kleider, Ringe, Essen, Dekoration, tanzen lernen, und so weiter. Ein Hochzeitstag fordert einiges an Planung und Organisation. Paare, die für diese große Aufgabe Inspiration suchen, finden dafür am kommenden Wochenende in Offenburg eine Anlaufstelle.
Bei der Hochzeitsmesse „Ja ich will“, stellen sich Dienstleister vor, es darf gestöbert, gestaunt und anprobiert werden. Letzteres ist unter anderem möglich bei Yasmin Ponader von Celeste-Brautmoden aus Bahlingen am Kaiserstuhl. Ihr Geschäft hat in diesem Jahr die Auszeichnung „Deutschlands bestes Brautstudio“ gewonnen.
Ponader und ihr Team bringen ihre gesamte Kollektion mit nach Offenburg – 400 Kleider an der Zahl. Gemeinsam mit acht Beraterinnen will sie die Brautherzen höher schlagen lassen: „Viele kommen vorbei und wollen eigentlich gar nichts anprobieren, aber dann sehen sie die Kleider und schlüpfen doch rein“, erzählt sie unserer Redaktion.
Schwarze Kleider sind beliebt
Auch wenn jede der zukünftigen Bräute sich am Ende ihren individuellen Schatz aus Stoff und Tüll aussucht, erkennt Ponader doch in jedem Jahr neue Trends in der Hochzeitsmode: „Schwarz ist aktuell total im Trend, ich wundere mich, dass es immer mehr schwarze Kleider gibt.“
Ansonsten seien 3D-Blumen aktuell auch sehr beliebt, genau wie der sogenannte Meerjungfrauen-Schnitt, bei dem das Kleid unten zuläuft. „Vor Kurzem waren noch tiefe Ausschnitte im Trend, jetzt sind die Kleider wieder hochgeschlossener, häufig auch mit Ärmeln.“
Bei der Herrenmode seien die Vorlieben etwas langlebiger: „Die Farbe grün hält sich wirklich sehr wacker – nicht nur beim Bräutigam, sondern auch bei der restlichen Hochzeitsgesellschaft.“ Auch Pastelltöne, zum Beispiel Apricot oder Peach, seien sehr beliebt bei den zukünftigen Ehemännern.
Auch Bräute können bei Celeste-Brautmoden Anzüge kaufen, Garderobe speziell für Männer, die gerne im Kleid heiraten wollen, gibt es dagegen nicht. Ponader wird auch die Modenschauen auf der Messe begleiten: „Das ist einfach eine tolle Möglichkeit, die Kleider mal angezogen zu sehen.“ Für das Brautstudio sei das aber eine große Investition, denn die Kleider könne man danach nicht mehr verkaufen.
Das „Mittelmaß“ wird seltener
Grundsätzlich bekommt Ponader mit, dass der Umfang von Hochzeiten auf beiden Seiten extremer wird „Es gibt immer mehr, die nur beim Standesamt unterschreiben und vielleicht noch etwas essen gehen. Gleichzeitig werden auch die prunkvollen Hochzeiten mit allem drum und dran mehr.“ Seltener bekomme sie Hochzeiten im „Mittelmaß“ mit.
Neben Celeste-Brautmoden stellen noch fünf weitere Studios ihre Kleider und Anzüge aus. Zusätzlich gibt es Juweliere, Anbieter für Locations und Catering, Bands, DJs und mehr. Auch die Kirche hat vor Ort einen Stand mit acht Pfarrern, bei dem sich das Brautpaar direkt über Termine für ihren großen Tag informieren kann.
„Ja, ich will“
Die Hochzeitsmesse findet am Samstag und Sonntag, 15. und 16. November, in der Offenburger Oberrheinhalle statt. Eine Tageskarte kostet zehn Euro, für Schüler, Studenten und Rentner sind es acht Euro. Von 10 bis 18 Uhr sind die Hallen geöffnet, die Modenschauen sind jeweils um 11, 14 und 16 Uhr. Das Messecatering sorgt für eine Bewirtung.