Rektor Andreas Loche hatte auch seine Eltern in einer Videoschalte dabei. Foto: Wagner

Er ist gar nicht mehr der Neue – aber Corona verhinderte, dass Andreas Loche feierlich als Rektor der Ivo-Frueth-Schule eingeführt wurde. Bis jetzt.

Oberndorf - Die Schüler Jorgo und Marlon begrüßten die Gäste. Zu ihnen gehörten neben Susanne Cortinovis-Piel und Barbara Neuwirth vom Staatlichen Schulamt Donaueschingen auch Bürgermeister Hermann Acker sowie Vertreter der Kommunen des nördlichen Landkreises, des Fördervereins, der Stiftung "Leben-Fördern-Arbeiten", des Elternbeirates sowie die Leiter der Oberndorfer Schulen und das Lehrerkollegium. Alle hießen den neuen Schulleiter herzlich willkommen.

Der hatte seine Familie mitgebracht auch seine Eltern ließ er an der Feier teilhaben – per Videoschaltung.

Weg von Sachsen-Anhalt ins Neckartal gefunden

Die Leiterin des Schulamtes Susanne Cortinovis-Piel eröffnete den Reigen der Redner und gab einen kurzen Abriss über den Werdegang des neuen Schulleiters, der die Schule im August 2020 in der schwierigen Coronazeit übernommen hat. Sie schätze seine zuverlässige Art und seine Fachkompetenz, sagte die Schulamtsleiterin. Sie überbrachte die besten Wünsche des Schulamtes, wünschte ihm allzeit ein gutes Händchen bei seinen Entscheidungen und überreichte als Willkommensgruß herbstliche Blumen.

Bürgermeister Hermann Acker freute sich, dass Andreas Loche den Weg von Sachsen-Anhalt an den oberen Neckar gefunden und die Geschicke der Ivo-Frueth-Schule von den kommissarischen Leiterinnen Nicole Pfister und Anja Weigel übernommen habe. Er überbrachte die Grüße der Stadtverwaltung und des Gemeinderates.

In den zwei Jahren, in denen Andreas Loche nun sein Amt bekleide, habe er sich die Gewissheit verschaffen könne, dass die Schule mit ihm einen engagierten neuen Rektor gefunden habe. Er wisse was hier gefragt sei, da er die gute Entwicklung dieser Schule in der Vergangenheit kenne, und er auch wisse, wie wichtig es für alle sei, dass diese Einrichtung auch weiterhin eine gute Entwicklung erfahre.

Nachdenklich stimmendes Theaterstück

Er sei überzeugt, führte Acker weiter aus, dass die Schülerinnen und Schüler, das Lehrerkollegium und die Elternschaft in Andreas Loche eine stets aufgeschlossene und verständnisvolle Person vorfinden würden. Er werde sich mit aller Kraft den hohen Ansprüchen dieses Amtes und der damit verbundenen besonderen Führungsverantwortung stellen und die Schule nicht nur als einen reinen Ort des Lernens verstehen. Auf dieser Basis, dessen sei er sich sicher, werde es Andreas Loche gelingen, die Herausforderungen der Zukunft zu bewältigen, führte der Bürgermeister weiter aus.

Schuldekan Klemens Dieterle zitierte Gernot Candolini und ging auf das Labyrinth ein, eines der ältesten Symbole der menschlichen Kulturgeschichte. Er wünschte dem neuen Rektor der Schule "viel Herz, einen guten Blick und Gottes Segen".

Mit dem nachdenklich stimmenden Theaterstück von Mira Lobe, das kleine "ich bin ich", begrüßten Schülerinnen und Schüler ihren neuen Rektor. Er musste sich anschließend einem Quiz unterziehen, den sich das Lehrerkollegium ausgedacht hatte. Dabei galt es schwäbische Alltagsbegriffe zu erraten. Allerdings hat der gebürtige Sachse hier offensichtlich noch Nachholbedarf. Konnte er doch Begriffe wie beispielsweise "Glotzbebbel", "Grombiera" oder auch "Muggaseggele" absolut nicht zuordnen.

Freude, etwas bewegen zu können

Andreas Loche sprach in seiner Antrittsrede von einem besonderen Tag. Spontane Dankbarkeit, diese Schule leiten zu dürfen, ergreife ihn, denn es mache Freude, hier etwas zu bewegen. Ein herzliches Dankeschön ging auch an die Familie und seine Eltern. Diesen ließ er per Video ein "ich hab euch ganz dolle lieb" zukommen.

Er habe Respekt vor der zu bewältigenden Aufgabe, erklärte Andreas Loche weiter, denn es gelte nun. etwas Neues zu beginnen, neue Wege zu beschreiten, aber auch gegen den Strom zu schwimmen. Man müsse die Talente der Schüler entdecken und auch fördern, stellte er fest. Er wolle aber auch seinem Leitsatz weiter folgen: "Ein Tag ohne Lachen ist ein verlorener Tag."

Stehempfang beschloss die Feier

Diesen Satz nahmen die Gäste dem neuen Schulleiter ungeprüft ab, bewies er doch auch bei der Einsetzungsfeier, dass es ihm an einer gehörigen Portion Humor keinesfalls fehlt. Andreas Loche bedankte sich bei allen, habe er doch seit seinem Amtsantritt nur positive Erfahrungen mit dem Kollegium, dem Schulträger, der Verwaltung, der Elternschaft, aber auch dem außerschulischen Umfeld gemacht. Die Basis, um die Schule weiterzuentwickeln, sei da, stellte er fest. Sie sei eine "prima Schule", so wie sie sei. Er freue sich auf die Aufgaben, die vor ihm liegen, und hoffe auf gedeihliche Zusammenarbeit mit allen.

Mit einem kleinen Stehempfang setzte man einer harmonischen Einsetzungsfeier im Hof der Schule die Krone auf. Zum Gelingen hatten die Schüler, der Schulchor, das Kollegium und auch die Gäste beigetragen.