Julian Schuster (links) und Christian Streich haben lange zusammengearbeitet, bevor Schuster im Sommer 2024 den Cheftrainerposten beim SC Freiburg übernahm. Foto: Philipp von Ditfurth/dpa

Im Sommer 2024 hat Julian Schuster seinen Mentor Christian Streich beim SC Freiburg beerbt. Das sagt der neue Coach zu den Vergleichen mit seinem Vorgänger.

Die Fußstapfen, in die Julian Schuster im Sommer 2024 beim SC Freiburg trat, hätten größer kaum sein können. Denn zwölfeinhalb Jahre war zuvor Christian Streich Cheftrainer beim Breisgauer Bundesligisten. Er prägte Spieler, Mannschaft und Fans – kurz: den gesamten Verein.

 

Seit nun gut eineinhalb Jahren sitzt Julian Schuster auf der Trainerbank des Sport-Clubs. Wobei: Viel saß er er in dieser Zeit nicht – zumindest nicht, wenn der Ball rollt. Der 40-Jährige ist ein aktiver und emotionaler Coach, steht in der Regel die komplette Spieldauer über, fiebert an der Seitenlinie mit, ist viel im Dialog mit den Unparteiischen und seinen Spielern auf dem Feld.

Wie viel Christian Streich denn eigentlich in ihm stecke, wurde Schuster nach dem Gastspiel des SC Freiburg beim VfB Stuttgart am Sonntag auf der Pressekonferenz gefragt. Auch aufgrund seiner emotionalen Art am Spielfeldrand.

Erst Spieler von Christian Streich – danach Verbindungstrainer

„Natürlich ist es so, dass ich unglaublich viel gelernt habe von Christian“, sagte Schuster. Denn der gebürtige Schwabe und frühere VfBler war unter Streich zunächst Spieler und Kapitän, nach seiner aktiven Karriere wurde er Verbindungstrainer beim SC Freiburg und arbeitete auch in dieser Rolle viel mit der Trainerikone zusammen. Klar, dass diese gemeinsame Zeit prägt.

„Ich glaube, wichtig ist zu sagen, dass all das, was ich tue, das kommt von innen und ist nicht irgendwo was, wo ich mir abgeschaut habe“, sagte Schuster jedoch auch. Er mache Dinge nicht deshalb so, weil Streich sie so getan habt. „Wenn, sind es dann Dinge, die in Fleisch und Blut übergegangen sind“, erklärte der SC-Trainer.

Für ihn sei als Trainer „total wichtig“, immer man selbst zu sein. „So werde ich es auch immer in Zukunft tun“, sagte er. In manchen Moment erinnere sein Verhalten „vielleicht an Christian“, so Schuster weiter. „Aber es ist immer der Julian.“