Es hätte eine Vorentscheidung im Titelrennen der Staffel 4 der Kreisliga B werden können – doch das Duell zwischen Spitzenreiter SF Kayh und dem einen Punkt dahinter liegenden KF Isa Boletini Sindelfingen konnte nicht zu Ende gebracht werden.
Alles war angerichtet für ein echtes Spitzenspiel in der Staffel 4 der Fußball-Kreisliga B: Tabellenführer SF Kayh empfing am Sonntag seinen scharfen Verfolger KF Isa Boletini Sindelfingen. Die Albaner liegen nur einen Punkt hinter den Sportfreunden. Doch nach gut einer Stunde Spielzeit war die Partie bereits beendet. Der Grund: Die Spieler von Isa Boletini hatten das Spielfeld verlassen – aus Protest.
Zwei Platzverweise
Was war passiert? In dem Spitzenspiel war kein Tor gefallen, doch Isa Boletini stand kurz nach dem Seitenwechsel nach einer Roten (50.) und einer Gelb/Roten Karte (53.) nur noch mit neun Spielern auf dem Platz. Als der Schiedsrichter den SF Kayh in der 60. Minuten obendrauf einen Elfmeter zusprach, war für die Gäste das Maß voll. Ausgeführt werden konnte der Strafstoß nicht mehr, denn die Albaner gingen vom Feld – weil sie sich vom Schiedsrichter benachteiligt fühlten.
Sportfreunde-Trainer Arne Bauer betonte, dass der Schiedsrichter zwar streng gewesen sei, aber zu beiden Mannschaften. Die Kayher hatten bis dahin zwei Gelbe Karten gesehen, Isa Boletini – neben den beiden Platzverweisen – fünf Gelbe Karten. „Schade. Wir hatten uns ein faires Spiel erhofft, bei dem der Fußball im Vordergrund steht“, sagte Bauer nach dem Spiel.
Auch Rassismus-Vorwürfe
Von Isa Boletini war kein Verantwortlicher für eine Stellungnahme zu erreichen. Heiß diskutiert werden die Vorkommnisse aber auf Facebook – mit teilweise völlig absurden Thesen. Auch Rassismusvorwürfe gibt es, die aber nicht belegt werden.
Groß ist dagegen die Wahrscheinlichkeit, dass die SF Kayh die drei Punkte per Sportgerichtsurteil zugesprochen bekommen. Die Sportfreunde hättem dann in der Tabelle vier Punkten Vorsprung vor Isa Boletini und haben nur noch vier Spiele in der Saison. Die Kröunung zum Meister könnte am letzten Spieltag erfolgen – ausgerechnet mit einem Derby zu Hause gegen den Erzrivalen FV Mönchberg.