Die Überreste der antiken Oasenstadt Palmyra Foto: dpa

Bei ihrem Vormarsch zerstört die Terrormiliz Islamischer Staat immer wieder wichtige Kulturgüter. Nun verabschiedete die UN-Vollversammlung eine Resolution, die dieses Tun scharf verurteilt.

New York - Mit einer unter anderem von Deutschland eingebrachten Resolution hat die UN-Vollversammlung die Zerstörung von Kulturgütern durch die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) verurteilt. Das am Donnerstag in New York verabschiedete Papier fordert alle Staaten auf, gegen den Schmuggel von Kunst vorzugehen, um dem IS eine Finanzierungsmöglichkeit zu nehmen.

„Lassen Sie uns gegen solche Barbarei zusammenstehen und mit einer Stimme sprechen“, forderte die Staatsministerin im Auswärtigen Amt, Maria Böhmer, die eigens nach New York gereist war. „Ohne dieses kulturelle Erbe haben wir keine Zukunft.“

Deutschland und der Irak hatten die Resolution gemeinsam verfasst und eingebracht, mehr als 80 Staaten schlossen sich dem Entwurf schon vor der Sitzung an. Wir „drücken unsere Empörung darüber aus, dass Angriffe auf das kulturelle Erbe eines Landes als taktisches Mittel im Krieg genutzt werden, um Schrecken und Hass zu sähen, einen Konflikt anzuheizen und gewalttätige extremistische Ideologien durchzusetzen“, heißt es in dem Papier.

Der Text erinnert daran, dass der Angriff auf Einrichtungen der Religion, Bildung oder Kunst als Kriegsverbrechen eingestuft werden könnten. Die Resolution ist allerdings nicht bindend.

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