Originalgetreu hergestellt: das "Höhkreuz". Foto: Hezel Foto: Schwarzwälder Bote

Religion: "Höhkreuz" Irslingen saniert

Dietingen-Irslingen. Der Irslinger Landwirt Johannes Hezel ("Oberer Hezel"), geboren 1843, gestorben 1918, wurde während seines Lebens von mehreren schweren Schicksalsschlägen getroffen.

Seine erste und dann auch seine zweite Ehefrau starben in jungen Jahren, sein Hof brannte durch einen Blitzschlag komplett ab, nur knapp überlebte er einen schweren Arbeitsunfall. Trotz allem verlor er nie sein Gottvertrauen.

Er ließ auf seinem Acker auf der Höh’ ein Feldkreuz errichten und pflanzte zwei Kastanienbäume. Den Sockel versah er mit der Inschrift: "Wenn tiefe Trauer dich betrübt, wenn keine Menschenseele waltet, kein Plan des Lebens dir mehr glückt, die Erde unter dir sich spaltet, so eile hin mit mutigem Gebet zum Kreuz, das auf dem Felsen steht."

Das Flurkreuz wurde 1931 von seinem Sohn Josef Hezel erneuert. Das Kreuz, das seit der Flurbereinigung auf einer Fläche der Gemeinde steht, wurde vor einigen Jahren beschädigt.

Die Nachkommen des Stifters ließen das Kleindenkmal wieder originalgetreu herstellen. Dabei erhielten sie eine finanzielle Förderung der Stiftung "Wegzeichen-Lebenszeichen-Glaubenszeichen" der Diözese Rottenburg-Stuttgart.

Von der neben dem Feldkreuz befindlichen Sitzbank hat der Rastsuchende einen Blick über Irslingen auf die Schwäbische Alb.

Das Kreuz wird von Dekan Albrecht Zepf in nächster Zeit gesegnet.

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